Pleite per Elfmeter beim Gruselkick in Osnabrück

Torsten Oehrl (vorn/gegen Thomas Nickenig) vergab gestern die einzigen Bremer Chancen.

Werder-Bremen - OSNABRÜCK (csa/dpa) Mehr Mut im Angriff hatte Thomas Wolter gefordert – vergeblich. Die U 23 von Werder Bremen präsentierte sich gestern im zweiten Punktspiel der neuen Saison vollkommen harmlos und verlor das Nordderby der dritten Liga beim VfL Osnabrück mit 0:1 (0:0). Das Tor des Tages resultierte aus einem Elfmeter, den Matthias Heidrich verwandelte (68.).

Dass ein Strafstoß die Partie entschied, war symptomatisch für den Gruselkick vor 10 000 Zuschauern in der Osnatel-Arena – darunter respektable 350 Werder-Fans. Beide Teams brachten wenig Konstruktives zustande. „Man hat die Unsicherheit gemerkt, dass in dieser frühen Saisonphase noch niemand weiß, wo er steht“, analysierte Wolter später. Osnabrück steckte nach der 0:1-Auftaktniederlage bei Eintracht Braunschweig die Angst vor einem Fehlstart in den Köpfen, und Werder hatte Knoten in den Beinen. „Wir haben nach vorne wieder viel zu kompliziert gespielt“, meinte Wolter. So brachten es die Bremer in 90 Minuten nur auf zwei Chancen – jeweils durch Torsten Oehrl (20., 87.).

Der VfL entfachte ebenfalls kein Offensivfeuerwerk, leistete sich dennoch den Luxus, den ersten von zwei Elfmetern zu vergeben. Nachdem Niklas Andersen Alexander Schnetzler gefoult hatte, scheiterte Angelo Barletta an Werder-Schlussmann Sebastian Mielitz (36.). Heidrich machte es nach der Pause besser. Zuvor hatte es ein „Schmidteinander“ im Bremer Strafraum gegeben: Dominik Schmidt (Werder) legte Dennis Schmidt (VfL).

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