Wie Werder auswärts endlich sein wahres Gesicht zeigen will

Der Plan von Belek

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Neue Frisur für das wahre Werder-Gesicht? Claudio Pizarro trägt auf jeden fall mal wieder kurz.

Bremen - Der „Geist von Malente“, der Deutschland ‘74 zum Weltmeister machte, war gestern oder besser gesagt vorvorgestern. Es lebe der „Plan von Belek“! Entwickelt vom SV Werder Bremen – verkündet von Sebastian Prödl: „Wir haben uns in den letzten zwei Wochen alle gemeinsam einen Plan zurechtgelegt, wie wir unser großes Ziel, einen internationalen Bewerb, erreichen können.“

So will Werder schon morgen beim Rückrundenauftakt in Kaiserslautern (18.30 Uhr) endlich auch auswärts mal wieder konkurrenzfähig sein.

„Mir waren die Unterschiede einfach viel zu groß“, erinnert sich Sportchef Klaus Allofs an die Hinrunde. Da gab es souveräne Heimsiege wie gegen Wolfsburg (4:1), aber am Ende auch drei deftige Klatschen in der Fremde (0:5 in Gladbach und auf Schalke, 1:4 in München). „Das kann nicht das wahre Gesicht von Werder Bremen gewesen sein“, glaubt Allofs. Der Ex-Profi ist trotz der vier Testspielpleiten in fünf Spielen inklusive dem jüngsten 0:3-Desaster in Rostock von der Qualität der Mannschaft überzeugt. Erstens, weil morgen dank der vielen genesenen Spieler wieder eine ganz andere Mannschaft als in Rostock auf dem Platz steht. Zweitens, weil die Art und Weise, wie die Mannschaft in Belek trainiert und gegen Anderlecht (1:2) und Alkmaar (2:1) gespielt habe, Mut mache.

Die Bilder vom Training am Donnerstag

Werder Training am Donnerstag

So denken alle Bremer – inklusive Schaaf: „Wir haben in der Türkei Taten folgen lassen.“ Und zwar auf die Feststellung, dass es mit dem Defensivverhalten der Hinrunde wohl keinen Spitzenplatz geben wird. Also wurde am Mittelmeer im Training verteidigt und verteidigt und noch einmal verteidigt – mit einer neuen Viererkette. Clemens Fritz ist zurück im Abwehrverbund, Sokratis von außen nach innen gerückt. Dort ersetzt der Grieche den verletzten Naldo, könnte aber auch nach dessen Rückkehr dort bleiben. Dann würde es für Sebastian Prödl eng. Aber das ist Zukunftsmusik, der Österreicher noch gesetzt, und er gibt derzeit den Ton an: „Wir müssen mehr Disziplin aufbringen, was die Defensive angeht. Das gilt für die gesamte Mannschaft.“

Kaiserslautern ist da gleich ein guter Gradmesser. Wer auf dem Betzenberg nur glänzen will, wird in den Dreck getreten. „Das Kämpferische ist dort die Voraussetzung, aber es muss auch übers Spielerische gehen. Denn das Gute, das man kann, sollte man beibehalten“, sagt Schaaf und gibt seinen einfachen Plan preis: „Hinten gut agieren, schnell nach vorne spielen und vorne mit großer Überzeugung das Tor machen.“ · kni/ck

Auswärts wurde es gruselig

2. Spieltag: Bayer Leverkusen - Werder Bremen 1:0

4. Spieltag: TSG 1899 Hoffenheim - Werder Bremen 1:2

6. Spieltag: 1. FC Nürnberg - Werder Bremen 1:1

8. Spieltag: Hannover 96 - Werder Bremen 3:2

10. Spieltag: FC Augsburg - Werder Bremen 1:1

11. Spieltag: FSV Mainz 05 - Werder Bremen 1:3

13. Spieltag: Bor. Mönchengladbach - Werder Bremen 5:0

15. Spieltag: Bayern München - Werder Bremen 4:1

17. Spieltag: FC Schalke 04 - Werder Bremen 5:0

Gesamt: 9 Spiele, 2 Siege, 2 Remis, 5 Niederlagen, 10:22 Tore

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