Schnelle Pizarro-Verpflichtung eher unwahrscheinlich / „Signale sahen anders aus“

Der „Pizza“-Express gerät wieder ins Stocken

Das Warten auf Claudio Pizarro geht weiter. Aus der von Werder erhofften schnellen Verpflichtung ist nichts geworden.

Werder-Bremen - BREMEN n Von wegen „Pizza“-Express: Die Weiterverpflichtung von Claudio Pizarro hängt mehr denn je an einem seidenen Faden. Nach Informationen dieser Zeitung stand die Einigung zwischen dem Stürmer, seinem Noch-Club FC Chelsea und Werder Bremen schon kurz bevor. Doch dann hat sich ein Spielervermittler eingeschaltet und ein neues Angebot in den Poker eingebracht. Jetzt, so scheint es, ist alles wieder offen.

Dabei hatte Werder-Sportdirektor Klaus Allofs noch Anfang der Woche die Hoffnung geäußert, Pizarro sogar bis zum Start des Trainingslagers in Bad Waltersdorf verpflichtet zu haben. Das Flugzeug in die Steiermark startet heute um 9.00 Uhr. Pizarros Platz bleibt dann frei. „Die Signale sahen eigentlich anders aus“, seufzt Allofs nun und fordert wieder „Geduld. Fakt ist, dass es im Moment nicht geht. Wenn sich die Umstände ändern, muss man das akzeptieren.“

nSchaaf fordert

nVerstärkungen

Laut „france football“ hat der AS Monaco wegen Pizarro beim FC Chelsea angefragt. Doch ob die Franzosen bei dem 30-Jährigen eine Chance haben? Die Monegassen schlossen die vergangene Saison als Elfter ab, sind damit nicht für einen europäischen Wettbewerb qualifiziert. Das dürfte Pizarro zu wenig sein.

Werder spielt zwar nicht mehr in der Champions League, aber immerhin in der neuen Europa League. Um dort ähnlich gut abzuschneiden wie in der Vorsaison, als es bis ins UEFA-Pokal-Finale ging, brauchen die Bremer eine starke Mannschaft. Mit einem Torjäger wie Pizarro. Der Peruaner war in der vergangenen Saison mit 28 Toren in 46 Spielen ein absoluter Leistungsträger. Ihn weiter im Kader zu haben, würde Trainer Thomas Schaaf entschieden zuversichtlicher in die Zukunft blicken lassen. Ohne Pizarro bleibt eine Lücke.

Es wäre nicht die einzige im Werder-Kader. Auch im Mittelfeld besteht noch Nachbesserungsbedarf. Der Tim-Borowski-Deal ist in Arbeit, ein Abschluss aber noch nicht in Sicht. Dabei hat Schaaf echte Not. Diego weg, Pizarro weg – der Coach sagt deutlich wie nie: „Es ist notwendig und wichtig, dass noch jemand kommt.“

Werder braucht vor allem Erfahrung. Das offensive Mittelfeld ist mit den beiden 20-Jährigen Mesut Özil und Marko Marin extrem jugendlich besetzt, im Angriff fehlt noch der Mann, der 15 Tore plus x pro Saison garantiert. Pizarro eben. Dass er aber wieder in den Schoß der Bremer zurückkehrt, ist fraglich. Sein Berater Carlos Delgado mag keine Tendenz benennen: „Ich weiß nicht, was passieren wird.“

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