Pizarros winziger Hoffnungsschimmer

„Da kann man nichts machen“, sagt Claudio Pizarro über seine erneute Muskelverletzung.

Bremen (mr/flü) · Er ist schon wieder verletzt, doch seinen Optimismus hat Claudio Pizarro immer noch nicht verloren.

Trotz seiner erneuten Oberschenkelblessur – wegen einer Zerrung fehlt er laut Vereinsangaben etwa sieben bis zehn Tage – schloss der Peruaner gestern einen Einsatz im Nordderby am Sonnabend (15.30 Uhr) beim Hamburger SV nicht kategorisch aus. „Ob es unmöglich ist, kann ich nicht sagen. Wir müssen jetzt von Tag zu Tag gucken“, meinte der 32-Jährige, als er von der Behandlung kam – und ergänzte: „Ich lasse es erst mal ruhig angehen. Und wenn es richtig gut läuft, kann ich am Donnerstag oder Freitag vielleicht wieder mit der Mannschaft trainieren.“

Es ehrt Pizarro, dass er ein wenig Zuversicht ausstrahlt und dass er der Mannschaft in der schwierigen Phase helfen will – aber: Mit großer Wahrscheinlichkeit wird er das Derby nur als Zuschauer erleben. Denn Werder und auch der Torjäger wollen die nächste schwerere Verletzung unbedingt vermeiden.

„Wir werden nichts riskieren“, betont Pizarro, der sich im rechten Oberschenkel in dieser Saison schon drei Muskelfaserrisse zugezogen hatte. Dass er sich immer wieder ranarbeitet und dann immer wieder ausfällt, nervt ihn natürlich gewaltig – aber er lässt sich den Frust über seine Seuchensaison nicht anmerken. „Da kann man eben nichts machen“, sagt Pizarro schulterzuckend.

Dass der Peruaner mittlerweile besonders anfällig ist, hängt wohl auch mit seinen vorherigen Muskelverletzungen zusammen. Spieler, die häufiger Zerrungen oder Faserrisse hatten, sind aus medizinischer Sicht – vor allem an den schon mal betroffenen Stellen – deutlich gefährdeter.

Immerhin ist es beim 32-Jährigen diesmal „nicht so schlimm. Der Muskel hat zugemacht und ist hart geworden. Das habe ich gleich gemerkt und es dem Trainer signalisiert. Die Auswechslung war eine Vorsichtsmaßnahme“, erinnert sich der Stürmer an die Szene im Heimspiel gegen Hannover am Sonntag (1:1). „Zum Glück hat es diesmal nicht Bumm gemacht – wie die Male zuvor“, fügt Pizarro einigermaßen erleichtert an.

Durch seine Muskelverletzungen hat der Bremer Hoffnungsträger in dieser Saison immer wieder schmerzhafte Rückschläge erlitten. Von insgesamt 32 Spielen konnte er nur 20 absolvieren: 13 von 22 in der Bundesliga, zwei von zwei im DFB-Pokal und fünf von acht in der Champions League. Wie wichtig Pizarro für Werder ist, belegen seine neun Treffer – damit ist er mit Abstand der beste Schütze.

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