Wirbel um Kündigung des Werder-Stars / Bayern wollen ihn offenbar unbedingt

Pizarro versichert: „Ich habe mich noch nicht entschieden“

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Claudio Pizarro hatte es gestern nicht leicht: Auf dem Platz machten ihm die Kollegen das Leben schwer, neben dem Rasen die Journalisten.

Bremen - Der Motor seines Dienstwagens lief schon, Claudio Pizarro war längst startklar, um gestern Abend auch den letzten Fragenden zu entkommen.

Doch dann hielt er am Ende dieses verrückten Arbeitstages mit viel Wirbel um seine Zukunft beim SV Werder inklusive einer vermeintlichen Offerte des FC Bayern kurz inne, lächelte freundlich und meinte: „Ich kann nur sagen, dass ich am Samstag gegen Mainz zwei Tore schießen will.“

Was er sonst will, weiß der 33-Jährige angeblich noch nicht. Gebetsmühlenartig versicherte der Toptorjäger den zahlreichen Medienvertretern gestern immer wieder: „Ich habe mich noch nicht entschieden. Alles ist offen.“

Claudio Pizarro bei Werder Bremen

Claudio Pizarro bei Werder Bremen

Verschiedene Meldungen hatten zuvor ganz anderes vermuten lassen. Den Auftakt machte am Morgen die „Sport Bild“ mit der Nachricht, Pizarro habe Werder mitgeteilt, seinen Vertrag zum Saisonende zu kündigen. Die Frist dafür läuft morgen aus. Die vermeintliche Kündigung wäre keine Überraschung, ist längst erwartet worden – auch von Werder. Das wird aber nur hinter vorgehaltener Hand bestätigt, denn, so Klaus Allofs, „zu Vertragsinhalten äußern wir uns generell nicht“. Deshalb konnte der Werder-Boss diese Meldung der „Sport Bild“, die eine Nachrichtenlawine auslöste, auch nicht dementieren. Genauso wenig wie die Information des Magazins, die Bayern hätten Pizarro einen Zweijahresvertrag angeboten: „Da müssen Sie die Bayern fragen.“ Oder Claudio Pizarro? „Dazu kann ich nichts sagen“, wiegelte der Peruaner seinerseits ab und ließ damit natürlich Raum für Spekulationen. Zumal im Laufe des Tages tatsächlich aus München durchsickerte, dass mittlerweile Einigkeit bei den Bayern herrscht: Der Rekordmeister will den Peruaner, der bereits von 2001 bis 2007 an der Isar spielte, zurückholen. Erste Gespräche seien vielversprechend verlaufen. Doch noch ist unklar, ob sich Pizarro tatsächlich mit der Rolle als Nummer zwei hinter Mario Gomez im Bayern-System mit nur einem Angreifer anfreunden kann und ob der FC Bayern seinen finanziellen Forderungen inklusive der gewünschten Laufzeit von zwei Jahren nachkommt.

Einige Internetportale hatten gestern sogar schon vorschnell den Vollzug des Wechsels vermeldet. Doch das ließ Allofs kalt, er setzt weiterhin auf das gute Verhältnis zwischen ihm und Pizarro sowie dessen Berater Carlos Delgado: „Claudio hat mir gerade erst noch einmal bestätigt, dass ich es als Erster erfahre, wenn er sich entschieden hat – egal in welche Richtung.“ Dabei glaubt der Sportchef weiterhin, „dass wir gute Karten haben. Wir haben Claudio klar signalisiert, und das nicht nur mündlich, sondern auch mit Zahlen untermauert, wie wir uns das vorstellen.“ Will heißen: Pizarro liegt ein lukratives Angebot vor mit einer Vertragsverlängerung bis 2014 oder sogar 2015. Der aktuelle Kontrakt läuft bis 2013, kann aber eben bis morgen von beiden Seiten zum Saisonende aufgelöst werden.

Bilder vom Training am Donnerstag

Training der Werder-Profis am Mittwoch

Pizarro selbst hatte diesen Zeitpunkt kürzlich verraten und eine Entscheidung angekündigt. Darauf angesprochen, meinte er gestern: „Ich weiß, es ist aber so, dass wir noch sprechen müssen.“ Da das gewiss nicht so kurz vor dem Mainz-Spiel oder direkt danach geschehen kann, ist eine Kündigung unumgänglich. Denn den Trumpf, im Sommer ablösefrei gehen zu können, wird Pizarro nicht aus der Hand legen.

Ein Schnäppchen ist der 33-Jährige trotzdem nicht. Mit über vier Millionen Euro Jahresgehalt gilt er als Topverdiener bei Werder. Doch den Bremern ist er dieses Geld allemal wert. Ohne seine 16 Saisontore dürften die Grün-Weißen nicht von der Rückkehr auf die internationale Bühne träumen. Allofs hofft zwar auf eine schnelle Entscheidung, macht seinem wichtigsten Angestellten aber keinen Druck: „Es kann heute passieren, aber auch erst in einer Woche oder in einem Monat.“ · kni

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