Stürmer gestern zweifacher Torschütze / Werder gibt in Funchal 2:0-Führung noch aus der Hand

3:2 – Pizarro verhindert Blamage

+
3:2 – Pizarro verhindert Blamage

Werder-Bremen - FUNCHAL. Dank eines Treffers von Claudio Pizarro entging Werder Bremen gestern Abend zum Europa-League-Auftakt ganz knapp einer Blamage. Der Stürmer erzielte in der 85. Minute den 3:2-Siegtreffer, nachdem die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf eine 2:0-Führung aus der Hand gegeben hatte.

Schaaf musste seine Stammformation auf einer Position ändern. Für den verletzten Mesut Özil (siehe Bericht unten) rückte Aaron Hunt in die Startelf und übernahm Özils Spielmacherposition hinter den Spitzen.

Gegen die mit sieben Brasilianern angetretenen Portugiesen versuchten die Bremer gleich Druck aufzubauen, hatten aber große Probleme, die Lücke zu finden. Gefährlich wurde es für Funchal, wenn Werder über die Außen kam. Wie in der 18. Minute: Nach einer tollen Flanke von Clemens Fritz stieg Claudio Pizarro zum Kopfball hoch, doch Nacional-Keeper Rafael Bracali lenkte den Ball gerade noch über die Latte.

Werder tat sich aber weiter schwer, erarbeitete sich zu wenig Chancen. Funchal wurde frecher und hätte in der 33. Minute fast das 1:0 erzielt, doch Bremens Keeper Tim Wiese wehrte einen Kopfball des völlig freistehenden Edgar gerade noch zur Ecke ab. Glück gehabt, Werder! Im direkten Gegenzug traf Bargfrede den Ball nicht richtig, so dass Bracali keine Mühe hatte, die Kugel aufzunehmen.

Vier Minuten später durften die Gäste dann doch jubeln. Pizarro wurde von Luis Alberto im Strafraum geklammert, Schiedsrichter Svein Oddvar Moen (Norwegen) zögerte keinen Moment und zeigte sofort auf den Punkt. Torsten Frings verwandelte den Strafstoß – wenn auch mit etwas Glück – zum Bremer 1:0 (39.).

Schrecksekunde für Werder gleich nach dem Wechsel: Ein Kopfball des gerade eingewechselten Zarko Tomasevic strich ganz knapp an Wieses Gehäuse vorbei (46.). Ruben Micael ließ sechs Minuten später eine Volleyabnahme folgen. Werder war in dieser Phase völlig unsortiert in der Defensive, konnte sich kaum befreien. Doch mitten in diese Drangperiode der Portugiesen hinein schlugen die Bremer per Konter eiskalt zu. Marin setzte sich schön durch, spielte rechts raus auf Hunt, und dessen feinen Pass in die Mitte brauchte Pizarro nur noch über die Linie zu drücken – 2:0 (55.).

Funchal war geschockt, doch Werder verpasste es, diesen Dämmerzustand der Portugiesen auszunutzen und Nacional frühzeitig den endgültigen K.o. zu versetzen. Bargfrede schoss freistehend am Tor vorbei (64.),

Auch in der Defensive wurden die Bremer nun sorglos, und das rächte sich. Nach einem Eckball verlor Naldo das Kopfballduell gegen Felipe Lopes – und es stand plötzlich nur noch 2:1 (68.). Werder schwamm, Funchal bekam die zweite Luft. Nachdem Clemens Fritz in der 71. Minute noch in letzter Sekunde gerettet hatte, brachen vier Minuten später in der Bremer Abwehr alle Dämme: Nach einem Freistoß blieb Wiese in seinem Tor, Tim Borowski und Per Mertesacker gingen nur halbherzig oder gar nicht zum Ball und Funchals Innenverteidiger Rafik Halliche drückte den Ball zum 2:2 über die Linie (75.). Innerhalb von sieben Minuten hatten die Bremer durch schlampiges Abwehrverhalten einen 2:0-Vorsprung verschenkt.

Doch Werder hat ja noch seine Torgarantie: Nach feiner Einzelleistung schlenzte Claudio Pizarro den Ball in der 85. Minute von der Strafraumgrenze zum 3:2 in die Maschen und sorgte damit noch für einen versöhnlichen Abschluss einer in der zweiten Halbzeit desolaten Bremer Mannschaftsleistung.

Bilder der Relegation: Knapper Wolfsburg-Sieg über Braunschweig

Bilder der Relegation: Knapper Wolfsburg-Sieg über Braunschweig

Leaks nach Manchester-Anschlag: Trump verspricht Aufklärung

Leaks nach Manchester-Anschlag: Trump verspricht Aufklärung

„Hoya ist mobil“ 2017

„Hoya ist mobil“ 2017

Treckertreffen in Dreeke

Treckertreffen in Dreeke

Meistgelesene Artikel

Furioses Finale ohne Freudentaumel

Furioses Finale ohne Freudentaumel

Luca Caldirola plus Mr. X

Luca Caldirola plus Mr. X

Wiedwald: „Können stolz auf die Rückrunde sein“

Wiedwald: „Können stolz auf die Rückrunde sein“

Casteels ein heißer Kandidat

Casteels ein heißer Kandidat

Kommentare