Comeback gegen Schalke kaum denkbar

Pizarro: „Es ist unheimlich frustrierend“

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Werder-Stürmer Claudio Pizarro muss seine Comeback-Pläne erneut verschieben.

Bremen - Von Arne Flügge · Der kurzen Hoffnung folgte die bittere Ernüchterung: Claudio Pizarro konnte gestern Nachmittag nicht wie vorgesehen am Mannschaftstraining von Werder Bremen teilnehmen.

Die Sprunggelenksverletzung, mit der sich der Bremer Stürmer-Star seit nun fast sieben Wochen herumplagt, ließ das nicht zu. „Es geht noch nicht“, seufzte Trainer Thomas Schaaf nach der Übungseinheit. Damit ist ein Comeback von Pizarro morgen Abend (18.30 Uhr/sky live - ab 18 Uhr in unserem Liveticker) im Bundesliga-Topspiel gegen Schalke 04 nahezu ausgeschlossen.

„Vielleicht passiert ja noch eine Wunderheilung. Doch daran glaube ich ehrlich gesagt nicht. Mit Schalke – das wird wohl nichts“, meinte Pizarro am Nachmittag auf dem Weg zum Behandlungstermin.

Am Morgen hatte der 31-Jährige noch individuell trainiert. Mittags auf der Pressekonferenz strahlte Coach Schaaf noch Zuversicht aus. „Wir wollen schauen, ob es mit dem Mannschaftstraining klappt. Claudio hat die letzten Tage gut trainiert. Es ging ganz gut voran. Die Dinge, die er gemacht hat, ließen sich gut an“, meinte der 48-Jährige. Nun wollte der Coach sehen, wie Pizarro die Belastung im Mannschaftstraining verkraftet.

Doch der Test muss warten – und so langsam stellt das fast tägliche Gänseblümchenzupfen, ob’s nun geht oder nicht, selbst die Nerven eines so erfahrenen Profis wie Claudio Pizarro vor die Zerreißprobe. „Natürlich bin ich enttäuscht. Und es ist für mich unheimlich frustrierend, so lange verletzt zu sein“, räumte der Peruaner gestern ein: „Ich will endlich wieder Fußball spielen.“

Die Rückkehr auf den Platz, so Pizarro, wäre unheimlich wichtig für ihn. „Und ich denke, es wäre auch wichtig für die Mannschaft“, sagte der Stürmer.

Keine Frage, was die Bundesliga-Statistik zeigt: Mit Pizarro holten die Bremer in acht Spielen sechs Siege und zwei Unentschieden. Ohne den Angreifer gab’s in sieben Partien nur einen Erfolg, fünf Remis und eine Niederlage.

Klar, dass Pizarro so langsam aber sicher mit den Hufen scharrt, zumal Werder vor der Winterpause in der Liga noch zwei Topspiele gegen Schalke und den HSV sowie in der Europa League Athletic Bilbao vor der Brust hat. „Doch was soll ich machen?“, fragt Pizarro: „Es geht einfach noch nicht. Ich kann nicht mehr tun, als weiter Geduld zu haben.“ Auch wenn’s schwerfällt.

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