Muskel macht keine Probleme mehr – Stürmer wohl schon gegen St. Pauli dabei

Pizarro steht vorm Comeback

Der Muskel hält – Claudio Pizarro steht unmittelbar vor einer Rückkehr in den Bremer Sturm.

Werder-Bremen - LONDON (flü) · Das werden die Fans gerne hören: Claudio Pizarro steht überraschend vor seinem Comeback im Werder-Sturm.

Nach drei Muskelfaserrissen im rechten Oberschenkel in Folge hatte der 32-Jährige die Hinrunde eigentlich bereits abgeschrieben – jetzt die gute Nachricht: Der Heilungsprozess ist bisher optimal verlaufen. Geht’s so weiter, wird der Angreifer vermutlich schon am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen den FC St. Pauli für die Bremer wieder auf Torejagd gehen können. „Ich hoffe, dass Claudio wieder dabei ist“, sagt Kapitän Torsten Frings: „Wir können ihn nicht ersetzen.“ Die Vorzeichen stehen gut. Auf jeden Fall ist der Topstürmer aber in den vier restlichen Pflichtspielen vor der Winterpause (Wolfsburg, Inter Mailand, Dortmund, Kaiserslautern) wieder zurück.

Angesichts der Werder-Krise ist das immens wichtig. In den letzten drei Bundesligaspielen blieben die Hanseaten schließlich ohne einen Treffer. „Uns fehlt vorne die Durchschlagskraft“, moniert Trainer Thomas Schaaf – mit Pizarro nun soll sich das ändern. Der Peruaner hatte bereits am Sonntag wieder eine erste Laufeinheit absolviert und erhöhte in dieser Woche die Trainingsdosis: Laufen, Ballübungen – der Muskel machte keine Probleme mehr. Die medizinische Abteilung der Bremer um Mannschaftsarzt Dr. Götz Dimanski arbeitet nun fieberhaft daran, den Ausnahmestürmer bis Sonntag zu 100 Prozent fit zu bekommen.

Was freilich auch für zwei andere Werder-Profis gilt. Marko Arnautovic (Adduktorenprobleme) und Mikael Silvestre (Rückenprobleme) haben in den vergangenen Tagen Fortschritte gemacht. Ihr Einsatz am Sonntag gegen die Hamburger ist nicht ausgeschlossen.

Gute Nachrichten für Thomas Schaaf. Schließlich waren dem Werder-Trainer zuletzt die Spieler reihenweise ausgegangen. Gestern Abend im Champions-League-Spiel bei den Tottenham Hotspurs fehlten zehn Profis. Dafür standen sieben Amateure im Kader. Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer, seit 41 Jahren im Vorstand bei Werder tätig: „So eine Situation haben ich in der ganzen Zeit noch nicht erlebt. Das ist unglaublich.“ Mit der Rückkehr von Pizarro & Co. soll in der Liga nun endlich die Wende zu besseren Zeiten eingeläutet werden.

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