„Pizarro hat mir sehr geholfen“

Kreiszeitung Syke
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Bremen - Wenn Franco Di Santo den Namen Claudio Pizarro hört, dann huscht sofort ein Lächeln über sein Gesicht. „Er ist ein großartiger Spieler“, schwärmt Di Santo und freut sich deshalb noch ein kleines bisschen mehr als alle anderen Bremer auf die Partie morgen bei Pizarros Bayern: „Ich hoffe, dass er spielt.

Wir telefonieren oft. Und es ist immer schön, ihn zu treffen.“ Denn dieser Pizarro war durchaus wegweisend in der Karriere des Werder-Profis.

Es war im Januar 2008. Der FC Chelsea verpflichtete den erst 18-jährigen Argentinier Di Santo vom chilenischen Club Audax Italiano. Ein halbes Jahr vorher war Pizarro von den Bayern zu den „Blues“ gekommen. Als 28-Jähriger. Und wie es sich für einen guten Südamerikaner gehört, kümmerte sich der Peruaner dann um den Neuen aus Argentinien. „Claudio hat mir sehr geholfen – auf und neben dem Platz“, erinnert sich Di Santo, der auf die Frage, was man von Pizarro lernen kann, kaum noch zu bremsen ist: „Alles kann man von ihm lernen! Er ist einer der besten Stürmer. Die Art, wie er jede einzelne Situationen meistert, ist erstaunlich. Dabei ist er immer relaxed, hat Selbstvertrauen. Ich habe versucht, das von ihm abzugucken.“

Das ist Di Santo immerhin so gut gelungen, dass er im Sommer bei Pizarros Ex-Club gelandet ist. Und daran ist der Peruaner nicht ganz unschuldig, verrät Di Santo: „Er hat mir zum Wechsel geraten und gesagt, dass man sich hier sehr wohlfühlen kann.“

Pizarro habe Recht behalten, betont der 25-Jährige, der in der Rückrunde zu Werders Stürmer Nummer eins geworden ist. Und das lässt ihn sogar noch von der WM in Brasilien träumen. Nationaltrainer Alejandro Sabella hat ihn schon beobachten lassen. Da zählt jeder gute Auftritt – vor allem gegen so namhafte Gegner wie Bayern München. „Da sind mehr Reporter als sonst. Über so ein Spiel wird viel berichtet. Es ist wichtig, dass du gegen solche Clubs gut spielst“, sagt Di Santo, ordnet sich aber sogleich dem Bremer Teamgeist unter: „Für mich ist meine Mannschaft wichtiger. Für sie versuche ich, immer zu treffen.“

Vier Mal gelang ihm das in 20 Bundesliga-Spielen. Das ist noch ausbaufähig – und noch lange nicht auf Pizarro-Niveau: Der inzwischen 35-Jährige hat 89 Bremer Bundesliga-Tore erzielt – und das in 159 Spielen. · kni

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