„Wenn eine gute Anfrage kommt, bin ich dafür offen“ / Allofs lässt ihn nicht fort

Pizarro schon im Winter weg?

Er ist so wichtig für Werder und weiß das auch: Claudio Pizarro sorgt mit seinen Wechselgedanken für Wirbel an der Weser.

Bremen - Das ist ein Hammer für den SV Werder und seine Fans: Claudio Pizarro liebäugelt mit einem Wechsel – und das schon in der Winterpause! „Wenn eine gute Anfrage kommt, dann bin ich dafür offen“, bestätigte der Stürmer gestern Nachmittag einen Bericht von „welt-online“.

Angeblich soll Inter Mailand Interesse an der Verpflichtung des Peruaners haben. Der Bundesligist reagierte umgehend, verschickte eine Pressemitteilung, in der Werder-Boss Klaus Allofs mit den Worten zitiert wird: „Ich kann ausschließen, dass Claudio in der Winterpause wechseln wird.“ Und von Pizarro heißt es in der Nachricht des Vereins: „Ich weiß nichts von dem Interesse Inter Mailands an meiner Person. Ich habe nie davon gehört. Ich habe nur gesagt, dass ich alles analysiere und eine Entscheidung treffen werde, falls es Angebote geben wird. Im Moment konzentriere ich mich aber nur auf Werder.“

Das klingt doch sehr nach einem arbeitgeberfreundichen Rückzug, um die Wogen wieder zu glätten. Denn Pizarros Wechsel-Bereitschaft dürfte bei den Fans eine Welle der Entrüstung lostreten. Jeder noch so kleine Grün-Weiße weiß doch, wie groß die Abhängigkeit des Clubs vom Torjäger ist. Mit seinen elf Toren und fünf Vorlagen gilt der 33-Jährige als Werders Lebensversicherung. Ohne den Peruaner dürfte die Rückkehr ins internationale Geschäft fast unmöglich sein.

Aber das scheint Pizarro ziemlich egal zu sein, er schaut auf sich. Auf die Frage, ob er glaubt, bis Saisonende für Werder zu spielen, antwortete der Angreifer: „Das kann ich nicht sagen.“

Möglicherweise wartet er nur darauf, dass ein Topclub kommt und er im Herbst seiner Karriere noch einmal in der Champions League spielen kann. Sein Vertrag bei Werder läuft zwar noch bis Sommer 2013, aber beide Parteien besitzen ein Kündigungsrecht, um die Zusammenarbeit nach dieser Saison zu beenden. Pizarro wäre dann ablösefrei. Deshalb steckt Werder im Schlamassel. Nur noch im Winter gibt‘s eine Ablösesumme. Wie im vergangenen Jahr bei Hugo Almeida. Der wollte unbedingt weg und durfte es dann auch. Natürlich ist Pizarro ein ganz anderes Kaliber, Allofs‘ Nein auch eindeutig – eigentlich. Denn was ist, wenn Pizarro ernst macht?

Nun beginnt in Bremen das große Zittern um den Superstar. Nur er selbst kann es mit einem klaren Bekenntnis beenden und Einigkeit mit dem Club demonstrieren. Doch das Verhältnis scheint angespannt, seit es vor zwei Wochen unterschiedliche Auffassungen über die Schwere von Pizarros Knieverletzung gab. Vielleicht denkt der Südamerikaner auch deshalb etwas lockerer und lauter über seine (nahe) Zukunft nach. · kni/mr

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