Peruaner hat keine Beschwerden mehr / Trainingsrückkehr heute? „Kann sein“

Pizarro macht Werder Mut: „Bis jetzt läuft alles gut“

Zurück auf dem Platz: Claudio Pizarro trainierte gestern aber noch individuell – das könnte sich heute ändern. - Foto: nph

Bremen - Kann er? Oder kann er nicht? Diese spannende Frage beschäftigt Werder-Profis und Fans momentan gleichermaßen. Gemeint ist natürlich Claudio Pizarro – und die Ungewissheit, ob der Torjäger am Samstag (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 ins Bremer Team zurückkehrt. Die positive Nachricht: Es sieht ganz so aus. „Bis jetzt läuft alles gut, ich habe keine Beschwerden gehabt“, sagte der 37-jährige Peruaner gestern Mittag.

Pizarro war um kurz nach zehn Uhr mit Physiotherapeut Florian Lauerer als Erster auf den Trainingsplatz gekommen und hatte sein individuelles Programm gestartet. Erst ein paar Runden lockeres Traben, dann koordinative Übungen und ein bisschen Ballarbeit. Und schließlich einige Steigerungsläufe. Der Eindruck: Gehemmt wirkte der in den vergangenen Wochen so starke Südamerikaner nicht. Nach einer Stunde verließ Pizarro den Rasen und musste auf dem Weg in die Kabine erst mal Foto- und Autogrammwünsche erfüllen. Er ist bei den Fans momentan eben enorm gefragt. Während er zurück zum Stadion ging, beantwortete er kurz ein paar Fragen zu seinem Gesundheitszustand – und machte allen Bremern Mut. Ob er denn am Donnerstag wieder ins Mannschaftstraining einsteigt? „Das kann sein“, sagte Pizarro, „ich habe jetzt Behandlung. Wir schauen mal, ob ich erst mal noch alleine trainiere oder mit dem Team.“

Wegen Problemen an den Adduktoren hatte Pizarro („Es ist eine kleine Zerrung“) das Auswärtsspiel bei seinem Ex-Club Bayern München verpasst. Prompt verlor Werder mit 0:5 und fand in der Offensive so gut wie gar nicht statt. Der Peruaner, der seit der Winterpause gehörig aufdreht und über die Hälfte der Werder-Tore (neun von 17) erzielte, saß mit seiner Frau und seinem Sohn auf der Tribüne und erlebte die Schmach hautnah mit. Anschließend blieb er in München und ließ sich von Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, den er aus seiner Münchner Zeit noch bestens kennt, weiter behandeln. Offenbar mit Erfolg. Am Dienstag kehrte Pizarro beschwerdefrei nach Bremen zurück.

Seine Mitspieler hoffen nun, dass er keinen Rückschlag erleidet und mithelfen kann, gegen Mainz den zweiten Heimsieg in Folge einzufahren. Beim 4:1 gegen Hannover hatte er mit einem Tor und einer Vorlage überzeugt, davor in Leverkusen (ebenfalls 4:1) mit einem Dreierpack geglänzt. Auf einen Pizarro in dieser Verfassung kann Werder im Abstiegskampf nicht verzichten. Und muss es auch nicht, prophezeite Clemens Fritz. „Ich glaube, er wird spielen. Claudio konnte sich ein bisschen ausruhen, das tat ihm gut“, meinte der Kapitän und unterstrich Pizarros aktuellen Wert für die Mannschaft: „Er ist in einer überragenden Form. Wir brauchen ihn.“ Vizekapitän Zlatko Junuzovic sieht es genauso. „Er ist extrem wichtig für uns, hat in den vergangenen Wochen mit seinen Toren den Unterschied gemacht“, lobte der Österreicher und fügte an: „Dass er unglaubliche Fähigkeiten vor dem Tor besitzt, weiß jeder. Umso wichtiger, dass er am Wochenende dabei ist. Und ich hoffe, dass er seine Form behält.“

Junuzovic warnt allerdings auch davor, Pizarro nun als alleinigen Bremer Heilsbringer zu sehen. „Wir können uns nicht darauf verlassen, dass er so weitertrifft“, sagte der 28-Jährige und forderte von seinen Kollegen: „Wir anderen müssen auch torgefährlich sein und mehr Risiko eingehen – ohne dabei Harakiri zu machen.“ - mr

Pizarro zurück auf dem Rasen

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