Mit Pizarro kann gegen Freiburg nichts schiefgehen

Kann er gegen den SC Freiburg überhaupt verlieren? Von den letzten zwölf Duellen mit den Breisgauern hat Claudio Pizarro alle gewonnen.

BREMEN - Natürlich ließ sich Thomas Schaaf auch gestern nichts über die Aufstellung entlocken. Was aber nicht weiter schlimm war. Denn die vor dem Heimspiel gegen den SC Freiburg (heute, 15.30 Uhr) wohl wichtigste Personalie ist auch ohne Bestätigung durch die höchste trainerliche Instanz ziemlich klar: Claudio Pizarro wird das erste Mal in der noch jungen Saison von Anfang an spielen.

Diese Nachricht allein motiviert so manchen Werder-Fan schon zu Jubelstürmen – und die dürften beim Studium der speziellen Pizarro-Freiburg-Statistik noch wilder werden. Von den letzten zwölf Begegnungen mit den Breisgauern hat der Peruaner zwölf gewonnen. Wenn das kein gutes Omen ist…

Pizarro lacht freilich über die bemerkenswerte Serie. „Alles nur Zufall“, sagt er, „aber klar, ich hoffe, dass wir die weiter ausbauen.“

Das hoffen alle im grün-weißen Sektor. Denn nach dem Auftaktsieg gegen den 1. FC Kaiserslautern (2:0) und der folgenden Pleite in Leverkusen (0:1) entscheidet sich, ob der Start in die Bundesliga-Saison als gelungen oder in den Sand gesetzt bewertet wird. „Wenn wir gewinnen, ist es ein guter Start gewesen“, sagt Geschäftsführer Klaus Allofs und mahnt an, aus den Fehlern der Vorwoche zu lernen. Mit der in Leverkusen präsentierten Mutlosigkeit („Da hätten wir mehr holen können“) ist auch gegen Freiburg nichts zu beschicken. „Wir müssen“, fordert Allofs deshalb, „an die Leistung vom ersten Heimspiel anknüpfen, die Dominanz noch steigern und gewinnen.“

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Claudio Pizarro will dabei helfen, muss helfen. Wenngleich er laut Selbsteinschätzung „noch nicht bei hundert Prozent“ ist. 74 Minuten Spielpraxis seit seinem Innenbandriss im Knie haben ihn zwar nach vorne gebracht, „aber ich brauche noch weitere Einsätze, um richtig fit zu werden“.

Diesen Bedarf hat er im Bremer Team nicht exklusiv – darauf weist Coach Schaaf bei jeder sich bietenden Möglichkeit hin. Ob Pizarro, Mehmet Ekici oder auch Per Mertesacker – sie alle hinken etwas hinterher. Folge: Das Kollektiv leidet, die Leistungen schwanken von gut (Kaiserslautern) zu schlecht (Leverkusen). „Wir sind noch nicht so weit, dass alles klappt“, analysiert Schaaf die aktuelle Lage: „Wir haben nicht die Sicherheit, die wir gerne hätten. Aber wir sind auf einem guten Weg, uns als Team zu finden.“ Auf jeden Fall sei im Vergleich zur Vorsaison festzustellen: „Wir haben schon jetzt einen großen Schritt gemacht.“ Die Beweise, dass das auch stimmt, müssen in Partien wie gegen Freiburg geliefert werden. Wer nach oben will, sollte sich schließlich gegen ein Team aus dem Mittelmaß keine Blöße geben – erst recht nicht in der eigenen Arena.

Das Abschlusstraining am Freitag

Abschlusstraining vor dem Freiburg-Spiel

Das Weserstadion wird heute mindestens einen sehr missmutigen Besucher haben. Denn Sandro Wagner bekam gestern von Thomas Schaaf die Rote Karte, wurde nicht für den Kader nominiert. Es ist dies die logische Konsequenz aus schwachen Trainingsleistungen des 23 Jahre alten Stürmers und das erste erkennbare Zeichen, dass bei Werder der Konkurrenzkampf so langsam in Fahrt kommt. Die Verhältnisse der Vorsaison, als sich häufig nur 15, 16 gesunde Spieler zusammenfanden, sind derzeit nur noch eine schreckliche Erinnerung. „Was wir uns wünschen, ist ein Wettbewerb auf allen Positionen“, formuliert Klaus Allofs das Ziel.

Im Angriff ist das Soll mit sechs etatmäßigen Stürmern schon übererfüllt, in der Innenverteidigung kabbeln sich bald fünf Anwärter um zwei Plätze und im Mittelfeld fordert in Alek-sandar Ignjovski ein neuer Mann sein Recht. Heute steht der 20-Jährige zum ersten Mal im Kader. n csa

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