„Ausländer-Rekord“ ist nahe, die Bestmarken von Rudi Völler und Uwe Seeler auch

Pizarro jagt Elber und die deutschen Legenden

Kreiszeitung Syke

Bremen - Von Carsten Sander · Der große Tor-Maestro war verwirrt. 131 oder doch schon 132 Tore? Nach dem 4:0-Sieg über den SC Freiburg herrschte Verwirrung bei Claudio Pizarro.

Die eine Gruppe Journalisten behauptete, der Werder-Torjäger sei nur noch einen Treffer vom Titel „Bester ausländischer Torschütze der Bundesliga-Geschichte“ entfernt, die andere sagte, es seien zwei. „Ich glaube“, grinste Pizarro die 131er-Fraktion an, „ihr wollt mir ein Tor klauen.“

Mitnichten! Jeder Treffer ist ihm gegönnt. Eine Überprüfung auf der Website bundesliga.de, der wohl offiziellsten aller Quellen, sorgt jedoch für Bestätigung. Tatsächlich sind dort 131 Pizarro-Tore ausgewiesen – Platz 19 in der Ewigen Bundesliga-Torjägerliste.

Doch das eine Tor mehr oder weniger wird am Saisonende (und schon gar nicht an Pizarros Karriereende) ohnehin keinen Unterschied mehr machen. Den Rekord des Brasilianers Giovane Elber, der in 260 Spielen für den VfB Stuttgart und Bayern München 133 Mal traf, wird der Peruaner knacken. Und zwar bald. „In dieser Saison sind es noch vier Spiele. Ich denke, das wird reichen“, meinte Pizarro nach seinem Doppelpack gegen Freiburg.

Zwei Tore in vier Partien – das liegt etwas über seinem Durchschnitt. Der beträgt 0,47 Treffer pro Spiel. In der gesamten Bundesliga-Historie finden sich nur zehn Spieler, die eine bessere Quote haben. Gerd Müller (0,85) steht über allen, weitere Torjäger-Legenden wie Klaus Fischer, Jupp Heynckes, Manni Burgsmüller, Uwe Seeler und eben Elber gehören auch dazu. Klaus Allofs nicht. Dessen Durchschnitt liegt „nur“ bei 0,42. Allerdings dürften die 177 Tore des Werder-Chefs für Pizarro so schnell nicht zu erreichen sein.

Es sei denn, der 31-Jährige legt im Herbst seiner Karriere noch zwei Spielzeiten hin, wie sie ihm noch nie geglückt sind. Spielzeiten mit 20 Liga-Toren und mehr. In seinem besten Jahr kam Pizarro auf 19 Treffer – das war 2000/2001 im Werder-Dress. Diese Marke zu steigern und nach und nach deutsche Idole wie Rudi Völler und „Uns Uwe“ zu überholen – das wäre was. Pizarro packt’s an: „Man muss sich immer Ziele stecken und Träume haben. Nur so stellt sich Erfolg ein.“

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