„Momentan sieht es so aus, dass ich bleibe“ / Der Wechsel-Wirbel um den Peruaner nervt Werder

Pizarro gibt Entwarnung – vorerst

Claudio Pizarro telefoniert – doch ein anderer Club ist nicht am anderen Ende der Leitung: Werders Torjäger bekräftigte gestern, von möglichen Interessenten nichts zu wissen. ·

Bremen - Geht er im Winter, bleibt er noch bis zum Sommer – oder länger? Das Rätselraten um die Zukunft von Claudio Pizarro bei Werder Bremen geht weiter. Der peruanische Torjäger gab auch gestern kein klares Bekenntnis zu seinem Club ab. Aber – und das wird alle Werder-Fans zumindest ein bisschen beruhigen:

Wechselwillig wirkt der 33-Jährige nicht. Doch das kann sich eben schnell ändern, wenn in der bald beginnenden Winterpause ein entsprechendes Angebot eines Topclubs hereinschneit.

„Momentan sieht es so aus, dass ich bleibe. Es wäre auch schwierig, hier wegzugehen“, sagte der gut gelaunte Pizarro: „Aber wenn jetzt zum Beispiel Manchester United kommt und sagt: ,Piza‘, wir zahlen zehn Millionen für dich.‘ Würde Werder dann sagen: ,Wir lassen dich nicht weg‘?“ So ein Angebot sei unwahrscheinlich, „aber es kann passieren“, meinte Pizarro und wiederholte seine Aussage vom Vortag: „Es ist alles offen.“

Bislang habe er allerdings „nichts gehört“, das gilt weiter auch für Inter Mailand. Der „Corriere dello Sport“ hatte berichtet, dass der schwächelnde italienische Topclub Pizarro auf dem Weihnachts-Wunschzettel habe. Doch Werder-Trainer Thomas Schaaf schüttelt darüber nur den Kopf: „Wir haben einen guten Draht nach Mailand. Wenn Inter etwas in diese Richtung machen will, würden wir das genau wissen.“

Training am Mittwoch

Werder-Training am Mittwoch

Die Werder-Verantwortlichen reagierten gestern sichtlich gereizt auf den Wechsel-Wirbel um ihren Torjäger. „Es nervt mich“, meinte Sportchef Klaus Allofs und fügte an: „Wir werden ihn im Winter nicht gehen lassen.“ Es sei denn, „es kommt ein Verein mit 15 Millionen Euro. Dann hören wir uns das an“, sagte Allofs. Die extrem hohe Schmerzgrenze kann theoretisch erreicht werden – doch damit rechnen die Bremer offenbar nicht. „Es gibt null Anhaltspunkte, mit denen man sich im Moment beschäftigen muss. Und wir wollen Claudio in keinster Weise abgeben“, betonte Schaaf. Der Coach würde den Torjäger, der seinen bis 2013 laufenden Vertrag schon ein Jahr früher kündigen darf, natürlich allzu gerne noch möglichst lange im Werder-Trikot sehen: „Ich kann zwar nicht bestimmen, dass Claudio auf ewig bleibt. Aber unser Interesse ist es, ihn längerfristig zu halten – über die Saison hinaus. Wir hoffen, dass es klappt. Hier ist er sehr gut aufgehoben, hierhin passt er sehr gut.“

Bei Werders letztem Winterverkauf war das noch ganz anders gewesen. Vor einem Jahr ließen die Bremer in Hugo Almeida ihren damals besten Torschützen (neun Treffer) zu Besiktas Istanbul ziehen. Doch Allofs, der seinerzeit Almeidas mangelnde Identifikation mit dem Verein kritisierte, verbittet sich Parallelen. Anders als jetzt Pizarro war der portugiesische Stürmer „nicht unser bester Spieler, nicht mal ein wichtiger“.

Der eine oder andere Teamkollege nimmt die Wirrungen um Pizarro inzwischen mit Humor. Der Österreicher Marko Arnautovic, zuletzt Sturmpartner des Peruaners, rief gestern Mittag im Vorbeigehen: „Der geht nicht zu Inter Mailand, der geht zu Real Madrid.“ · mr

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