Coach Schaaf auf problematischer Stürmersuche / Wiese klopft große Sprüche

Pizarro fällt aus, das Selbstbewusstsein bleibt

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Macht Marcelo Moreno (Bild) das Rennen? Gesucht wird heute ein Vertreter des verletzten Claudio Pizarro, der für das DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern wegen einer Prellung des Sprunggelenks passen muss.

Bremen - Von Carsten Sander · Thomas Schaaf machte das Gesicht eines Lehrers, der nach einer Klassenarbeit zu viele Fünfen und Sechsen verteilen muss. Im Grunde kommt dieser Vergleich der Sache auch sehr nahe.

Denn vor dem DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den 1. FC Kaiserslautern (heute, 19.00 Uhr/Sky live) sucht der Trainer von Werder Bremen einen Stürmer, der nicht nur den verletzten Claudio Pizarro ersetzt, sondern auch den Notenschnitt auf gutem Niveau hält. Das Problem: Schaaf findet keinen.

Pizarro, in Bundesliga und Europa League bereits zwölfmal erfolgreich, muss heute wie erwartet passen. Die Verletzung am Sprunggelenk lässt seinen Einsatz nicht zu. „Er hat Schwierigkeiten, überhaupt normal zu gehen, von daher macht es keinen Sinn“, sagte Schaaf und blickte sorgenvoll auf die Alternativen. Hugo Almeida käme einem als Erster in den Sinn. Aber der Portugiese befindet sich noch im Aufbautraining, steht ebenfalls nicht zur Verfügung. Marcelo Moreno und Markus Rosenberg folgen als nächstes. Aber an dieser Stelle kommen die Fünfen und Sechsen ins Spiel. „Beide stehen für einen Wert, den sie noch nicht erreicht haben“, erläuterte der Trainer, warum er sich noch nicht entschieden hat, „wie ich das besetze“.

Damit aber nicht genug Kritik an dem Bolivianer Moreno und dem Schweden Rosenberg. Schaaf ging noch weiter. „Beide müssen ihre Qualität auch mal beweisen. Während der Saison muss man auch zeigen, dass man sich durchsetzen kann“, sagte er in Richtung seiner Angreifer, deren Arbeitsnachweise bislang dürftig ausfallen. Rosenberg hat noch gar kein Tor auf dem Konto, Moreno traf nur in der ersten Pokalrunde beim 5:0 gegen Union Berlin – da allerdings gleich doppelt. Seine Chancen auf den freigewordenen Pizarro-Platz sind sicherlich besser als die von Rosenberg, der am vergangenen Wochenende nicht mal im Kader stand. Und nun Startelf? Unwahrscheinlich. Moreno vertrat Pizarro zudem bereits in der vorangegangenen Pokalrunde. Beim 2:1 gegen den FC St. Pauli (in Liga zwei Dritter hinter Lautern) spielte er aber nur 62 Minuten – dann kam doch der Peruaner. Überzeugt hatte er nicht.

Vielleicht entscheidet Schaaf deshalb auch ganz anders, lässt sowohl Rosenberg als auch Moreno draußen und stellt Aaron Hunt an die Seite von Marko Marin. Die Beiden sind definitiv in Form.

Auf wen die Wahl letztlich fällt, wird nichts an der Bremer Ausgangsposition ändern. „Das Spiel“, sagte Schaaf mit seltener Deutlichkeit, „ist für uns eine Pflichtaufgabe, da muss man nicht drumherum reden.“

Nach 15 Pflichtspielen ohne Niederlage sollte ein Zweitligist in der Tat keine unüberwindbare Hürde darstellen – auch nicht, wenn sich der Gegner als Tabellenzweiter auf dem Sprung in die Beletage befindet. Es ist und bleibt ein klassentieferer Gegner, meinte Kapitän Torsten Frings und hielt ein Kurz-Referat über die Bremer Überlegenheit: „Spielerisch sind wir besser, aber Lautern wird kämpfen.“

So wie es der FC St. Pauli getan und Werder damit durchaus in Schwierigkeiten gebracht hatte. Doch das ist für Tim Wiese kein Grund, sich gewarnt zu fühlen. Vollmundig posaunt er seine Prognose heraus: „Wir sind im Moment zu gut, als dass der FCK gegen uns was holen könnte.“

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