„Schwalbe? Das ist unglaublich“ / Werder hadert in Dortmund mit Schiri Meyer

Pizarro entsetzt über Weidenfellers Vorwürfe

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Ungläubiges Lächeln: Claudio Pizarro (Bild) kann nicht fassen, dass er nach dem Foul von Roman Weidenfeller keinen Elfmeter bekommt – und dass ihm der BVB-Keeper auch noch eine „Schwalbe“ unterstellt. 

Von Malte Rehnert· Claudio Pizarro entfuhr ein schriller Lacher – vor Entsetzen. Als der Werder-Stürmer gestern Mittag hörte, dass ihm Dortmunds Torwart Roman Weidenfeller eine „Schwalbe“ unterstellt hatte, konnte es der Peruaner nicht fassen.

Pizarro schimpfte: und schimpfte: „Das hat er gesagt? Das ist unglaublich! Die Szene kannst du ihm noch 1000 Mal zeigen, es war ein klarer Elfmeter. Wär’s eine Schwalbe gewesen, hätte ich doch wohl Gelb bekommen.“

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Werder - Dortmund: Die Einzelkritik

Die Situation am Samstagabend im Auswärtsspiel bei Herbstmeister Borussia Dortmund (0:2) war – neben dem Abseitstor zum 2:0-Endstand – der größte Aufreger. In der 52. Minute war Pizarro, der kurz zuvor zu hart gegen Weidenfeller nachgesetzt und Gelb kassiert hatte, alleine aufs Tor zugelaufen. Der Dortmunder brachte ihn zu Fall, die Pfeife von Schiedsrichter Florian Meyer (Burgdorf) blieb jedoch stumm. Pizarro haderte noch auf dem Platz – und nach dem Schlusspfiff weiter, wobei sich seine Stimme vor Erregung fast überschlug: „Der Weidenfeller konnte doch gar nicht mehr bremsen, ich habe geschrien.“

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Der Konter des BVB-Keepers folgte prompt. „Ich bleibe weg, verschränke noch die Arme hinterm Rücken. Der Pizarro rennt in mich rein, er wollte den Elfmeter von Anfang an haben. Der Schiedsrichter hat richtig entschieden – aus meiner Sicht war’s eine ganz klare Schwalbe“, meinte Weidenfeller.

Mit dieser Sichtweise stand er allerdings ziemlich alleine da. „Ich hätte den Elfmeter akzeptiert, den kann man geben“, urteilte sogar sein Trainer Jürgen Klopp. Und die Bremer waren sich ohnehin einig: Es hätte Strafstoß geben müssen. „Viele Leute im Stadion haben es gesehen, mehr muss ich dazu nicht sagen“, grummelte Trainer Thomas Schaaf. Der Kapitän war auskunftsfreudiger. „Bitter, dass wir den Elfer nicht bekommen haben. Das war glasklar und spielentscheidend. Wenn wir in dieser Druckphase das 1:1 machen, läuft das Spiel anders“, mutmaßte Torsten Frings.

Niederlage in Dortmund

Bremer Niederlage in Dortmund

Statt die Chance zu erhalten, den Rückstand durch Nuri Sahins Freistoßtor (9.) per Strafstoß auszugleichen, kassierte Werder dann das zweite Gegentor – und auch da gab’s reichlich Diskussionsstoff. Der Japaner Shinji Kagawa hatte vom linken Fünfmetereck abgezogen, Robert Lewandowski den Ball – bevor er direkt unter der Latte im Netz einschlug – noch leicht mit dem Kopf berührt. Allerdings stand der Pole im Abseits! „Das habe ich von der Ersatzbank aus gesehen“, keifte Pizarro: „Hier sind vier Schiris, aber keiner sieht’s.“

Auch Klaus Allofs war frustriert und klagte: „Wir wurden in zwei entscheidenden Situationen benachteiligt: erst das klare Foul an Claudio, dann das Abseitstor, das uns den Rest gegeben hat. Da hat der Schiedsrichter falsch gelegen.“ Der Bremer „Boss“ vergaß aber nicht, dass sein Team nicht deshalb verloren hatte und ergänzte noch: „Dass man sich mal aufregt, gehört zum Fußball. Wir wollen aber nicht die ganze Schuld auf den Schiedsrichter abwälzen.“

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