Pizarro offiziell bei Werder vorgestellt

"Bremen ist das Richtige für mich"

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Claudio Pizarro und Thomas Eichin

Bremen - Claudio Pizarro ist zurück bei Werder Bremen - und bereit für ein schnelles Comeback in der Fußball-Bundesliga. „Ich fühle mich momentan sehr gut", sagte der Stürmer auf seiner Vorstellung am Montagmittag.

Nach einigen „turbulenten Tagen“ hatte Werders Sportchef Thomas Eichin den spektakulären Transfercoup am Montag perfekt gemacht. Hunderte Fans hatten Pizarro bereits am späten Sonntagabend am Flughafen begeistert empfangen. Zu möglichen Vertragsoptionen und den finanziellen Rahmenbedingungen hielt sich Eichin indes bedeckt. Sponsoren ermöglichten die Rückholaktion. „Wir sind stolz über diese etwas andere Verpflichtung. Viele haben an dem Projekt mitgemacht. Es war aber wichtig, dass Claudio uns entgegenkommt. Das hat er getan“, erklärte der Geschäftsführer.

Dabei hatte sich nicht nur Werder um die Dienste des Torjägers bemüht. "Ich hatte auch andere Möglichkeiten, aber das war nichts für mich. Bei Bremen habe ich gedacht, das ist das Richtige für mich", so Pizarro, der mit seiner ganzen Familie an die Weser kommt: „Ich freue mich sehr, wieder hier zu sein. Bremen ist mein zweites Zuhause. Auch meine Frau und die Kinder fühlen sich hier wohl. Alle kommen mit - die Hunde auch.“

Am Dienstag will Pizarro erstmals mit der Mannschaft trainieren. "Es ist wichtig, wieder auf dem Platz zu sein. Mein Körper braucht das", erklärte der 36-Jährige, der zuletzt vor zwei Monaten für Peru bei der Copa Amerika gespielt hatte.

"Dürfen bei dem Hype jetzt nicht durchdrehen"

Möglicherweise reicht es schon für das Spiel am kommenden Sonntag bei 1899 Hoffenheim. „Claudio muss sich jetzt Wettkampf-Fitness aneignen. Das kann schnell gehen. Wenn er fit ist, spricht nichts dagegen, dass Viktor Skripnik ihn bereits am Samstag in den Kader für das Spiel in Hoffenheim beruft“, so Eichin, der aber gleichzeitig auch etwas auf die Euphoriebremse trat: „Wir dürfen bei dem Hype jetzt nicht durchdrehen. Es wäre nicht hilfreich, wenn im Stadion gleich Pizarro-Rufe ertönen, wenn andere spielen", so der Sportchef.

Derweil freut sich auch Skripnik über den prominenten Zugang, mit dem er früher in einem Team gespielt hatte. „Über seine Qualitäten brauchen wir kein Wort zu verlieren. Menschlich wird er sich hier gut einbringen“, so der Werder-Trainer. Sportlich macht der Transfer für ihn Sinn, weil Werder nun neben Anthony Ujah und Aron Johannsson eine Alternative im Angriff hat. „Mit Claudio haben wir drei unterschiedliche Stürmertypen, damit sind wir top aufgestellt“, so Eichin.

Der Sportchef sammelte mit dem Pizarro-Deal auch Pluspunkte für eine Vertragsverlängerung, selbst wenn ein sportliches Restrisiko bleibt. Pizarros Leistungskurve zeigt seit einigen Jahren nach unten. Bei den Bayern reichte es im Vorjahr nur zu 13 Bundesliga-Einsätzen ohne Tor. Der Profi, der bereits von 1999 bis 2001 und von 2008 bis 2012 für Werder 89 Bundesliga-Tore erzielte, sieht sich indessen nicht nur als Torjäger in der Pflicht. „Ich hoffe, dass ich meine Erfahrung bestmöglich für das Team einsetzen kann. Das müssen Spieler wie ich auch tun, so Pizarro.

dpa/mib

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