„Phantom-Angebot“ lässt Allofs kalt

EIN TAPE zeigte gestern deutlich: Naldo hat(te) Probleme mit dem linken Knie.

BELEK (csa). Auch ein vermeintlich neues Angebot des SC Internacional für Verteidiger Naldo hat bei Werder Bremen keine hektische Betriebsamkeit ausgelöst. „Ich habe nichts bekommen“, sagte Geschäftsführer Klaus Allofs gestern im türkischen Belek und reagierte damit auf Meldungen, die Brasilianer hätten ihr Gebot von einer Million Euro auf drei Millionen erhöht.

Doch diese Offerte muss irgendwo verloren gegangen sein. „Vielleicht haben die meine türkische Anschrift nicht“, witzelte Allofs zunächst, klärte dann aber auf, wie es sich wirklich verhält. Dem Unterhändler (Allofs: „Ich nenne ihn mal so“), der mit dem ersten Gebot bei ihm vorstellig geworden war, hatte er eine klare Botschaft mit auf den Weg gegeben: „Wenn das Angebote sind, die sich in einem Bereich unterhalb einer Summe bewegen, die ich ihm genannt habe, muss er sich gar nicht erst melden. Bevor das nicht in einem realistischen Bereich ist, wird nicht gesprochen.“ Also hat die Drei-Millionen-Offerte wohl nicht mal die Hürde „Unterhändler“ übersprungen und Werder via Medien nur als „Phantom-Angebot“ erreicht.

Naldo trainiert wieder

Naldo trainiert wieder

Der SC Internacional mit seinem Sportdirektor Fernandao muss sich demnach noch gewaltig strecken, um Werder überhaupt an den Verhandlungstisch zu holen. Und zwar nicht nur bis zu den von Naldos Berater Paulo Tonietto ausgeplauderten sieben Millionen Euro. Denn wer – wie Werder – im Sommer einen Per Mertesacker für elf Millionen Euro (bei noch zehn Monaten Vertrag) verkauft, der lässt einen Naldo (bei noch anderthalb Jahren Restlaufzeit) kaum für weniger ziehen. Wenn er ihn überhaupt gehen lässt. Allofs stellt zum x-ten Mal klar: „Selbst, wenn wir in Bereiche kommen, die für uns vorstellbar sind, heißt das nicht, dass wir Naldo verkaufen werden. Wir wollen ihn behalten.“

Unterdessen machte Naldo gestern den nächsten Schritt zurück ins Mannschaftstraining. Während die Kollegen zwischen zwei Gewittern ihr Trainingsspiel absolvierten, testete er auf einem kleinen Nebenplatz die Belastbarkeit des lädierten linken Knies. Gemessen an dem Tempo, in dem er anschließend bei wolkenbruchartigem Regen zurück ins Hotel spurtete, muss das Ergebnis gut gewesen sein.

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