Werder-Stürmer gelingt Dreierpack beim 4:1 gegen Twente / Achtelfinale erreicht, aber es wird auch gezittert

Phantastische Pizarro-Show

+
Und wieder drin: Naldo erzielt die zwischenzeitliche 3:0-Führung.

Bremen - Von Björn Knips · Dieser Claudio Pizarro ist für Werder einfach Gold wert! Mit einem Dreierpack führte der Peruaner die Bremer gestern Abend zu einem 4:1 (3:1)-Sieg gegen Twente Enschede und damit ins Achtelfinale der Europa League. Der Gegner heißt dort am 11. und 18. März FC Valencia.

So einfach, wie es das Ergebnis aussagt, war es für die Bremer nicht, die 0:1-Hinspielpleite wettzumachen. Nach einer Gala in der ersten halben Stunde – auch dank des wiedererstarkten Mesut Özil – wackelte Werder nach der Pause.

Werder-Coach Thomas Schaaf hatte für die Aufholjagd extra das System geändert. In Hugo Almeida brachte er neben Claudio Pizarro einen zweiten Stürmer, dafür musste Tim Borowski auf der Bank Platz nehmen. Unfreiwillig waren zwei weitere Wechsel: Christian Vander ersetzte den kurzfristig verletzten Stammkeeper Tim Wiese, und für den unpässlichen Clemens Fritz verteidigte Aymen Abdennour.

Die Noten zur Partie

Pizarro und Özil glänzen

Schaafs offensive Rechnung ging schon nach einer Viertelstunde auf: Almeida bediente Pizarro – 1:0. Ein herrlich herausgespieltes Tor, an dem auch Torsten Frings und Özil beteiligt waren. So munter ging’s gleich weiter. Erst traf der wie von einer Zentnerlast befreit wirkende Özil das Außennetz (17.), dann legte er klasse auf Pizarro ab, der cool zum 2:0 einschoss (20.). Marin hatte die Szene glänzend eingeleitet.

Jetzt lief der Werder-Express vor der Minuskulisse von lediglich 20 963 Zuschauern auf Hochtouren. Die Gäste waren völlig überfordert und hatten zunächst noch Glück, dass Almeida völlig freistehend nur den Pfosten traf (23.). Aber fünf Minuten später jubelten die Werder-Fans dann doch wieder. Naldo bewies mal wieder Torjägerqualitäten – und was für welche: Mit einem Tänzchen überwand der Brasilianer Twente-Keeper Sander Boschker, nachdem der Ball dank einer feinen Kombination über Marin, Peter Niemeyer und Pizarro bei ihm gelandet war. 3:0 – eine tolle Bremer Show! Werder war auf dem besten Wege, sich ins Achtelfinale zu zaubern.

90 Minuten in Bildern

Fotostrecke: Werder besiegt Enschede 4:1

Doch die Magie verschwand. Denn ein Blackout in der Abwehr machte die Partie wieder spannend. Erst rutschte Naldo am Ball vorbei, dann ließ Abdennour Bryan Ruiz flanken und in der Mitte schauten Per Mertesacker und Petri Pasanen zu, wie Luuk de Jong zum 1:3 einköpfte (33.). Riesenjubel bei den 1 500 Twente-Fans, die eigentlich schon aufgegeben hatten. Doch nun fehlte den Niederländern nur noch ein Tor, um ins Achtelfinale einzuziehen. Und beinahe wäre ihnen das in der 57. Minute auch gelungen. Nein, es hätte ihnen gelingen müssen. Doch Ruiz jagte die Kugel völlig frei vor Vander nur an den Pfosten. Die Strafe dafür gab’s schon im Gegenzug: Super-Pass Özil, ein eiskalter Pizarro – 4:1 (58.). Der Peruaner hatte zum dritten Mal zugeschlagen und das Achtelfinale praktisch im Alleingang gebucht. Zumindest was die Tore betrifft. Denn spielerisch konnten auch seine Kollegen überzeugen. Nur im Defensivverhalten geht’s sicher noch besser. Denn selbst nach dem 4:1 gab’s für die Bremer Abwehr noch einige brenzlige Situationen zu überstehen.

Auf der anderen Seite verpasste Almeida per Kopf die endgültige Entscheidung (73.). Doch der Drops war nun auch so gelutscht. Deshalb konnte Trainer Schaaf seine Stammkräfte Marin und Özil vorzeitig vom Platz holen, um sie sie vor dem Bundesliga-Spiel morgen bei Mainz 05 ein bisschen zu schonen.

Selbstversuch unseres Redakteurs an Schwebebalken und Barren

Selbstversuch unseres Redakteurs an Schwebebalken und Barren

Das ist der BVB

Das ist der BVB

Wahnsinnstat von Melbourne: Auto rast in Menschenmenge

Wahnsinnstat von Melbourne: Auto rast in Menschenmenge

Zutraulich und zäh: Exmoor-Ponys gehören zu den Wildpferden

Zutraulich und zäh: Exmoor-Ponys gehören zu den Wildpferden

Meistgelesene Artikel

Rummenigge redet nicht so gerne über Gnabry

Rummenigge redet nicht so gerne über Gnabry

Neue Chance für Maximilian Eggestein

Neue Chance für Maximilian Eggestein

Janek Sternberg darf bleiben

Janek Sternberg darf bleiben

Zlatko Junuzovic ist wieder im Training

Zlatko Junuzovic ist wieder im Training

Kommentare