Endlich auf der Lieblingsposition – doch am Saisonende ist für ihn in Bremen Schluss

Petri Pasanen und die Ironie des Schicksals

Tschüss Bremen: Abwehrspieler Petri Pasanen fällt der Abschied nach sieben Jahren Werder nicht leicht. ·

Bremen - Jahrelang hat Petri Pasanen darauf gewartet, bei Werder auf seiner Lieblingsposition in der Innenverteidigung zu spielen. Doch zumeist durfte er nur als Außenverteidiger ran.

Durch die Verletzung von Sebastian Prödl ist Pasanen nun seit einigen Wochen ins Abwehrzentrum gerückt, macht dort seine Sache gut – doch er weiß: Am Ende der Saison ist nach sieben Jahren bei Werder Schluss.

„Wenn du jetzt auf dem Platz stehst, wird dir schon bewusst, dass es nur noch vier Spiele sind. Ich hatte hier in Bremen sieben schöne Jahre. Da kommt schon ein wenig Wehmut auf. Ich bin schon ein bisschen traurig“, erklärte der 31-jährige Finne, dessen Vertrag nach Ablauf der Saison nicht noch einmal verlängert wird. Pasanen sucht nun eine neue Herausforderung. „Und der Club, der ihn verpflichten wird, bekommt einen Spieler, der seine Sache in der Defensive gut macht, weil er absolut verlässlich und vielseitig ist“, erklärte Werder-Sportchef Klaus Allofs.

Die Noten der Werder-Spieler

Es sollte endlich wieder ein Heimsieg her.... © nordphoto
... Stimmung in der Ostkurve © nordphoto
Arnd Zeigler und Christian Stoll sind Stadionsprecher bei Werder Bremen. © nordphoto
Die Anspannung ist Thomas Schaaf anzusehen.... doch am Ende reicht es nicht zum Sieg - ein Punkt immerhin. Jetzt zu den Noten... © nordphoto
Tim Wiese: Der Torwart rettete zweimal gegen Raul (10./25.) und einmal gegen Draxler (70.). Note 2 © nordphoto
Clemens Fritz: Als Rechtsverteidiger zunächst mit viel Defensivaufgaben betreut. Rückte später ins Mittelfeld und hatte die große Chance zum Siegtreffer – die er aber vergab. Note 3 © nordphoto
Per Mertesacker: Das vermeintliche Foul an Schalke-Keeper Neuer (10.) quittierte der 26-Jährige mit einem Kopfschütteln. Verrichtete seine Arbeit ordentlich, allerdings stimmte beim 1:1 die Abstimmung mit Petri Pasanen nicht. Note 3 © nordphoto
Alles diskutieren mit Schiedsricher Knut Kircher half nichts... © nordphoto
Petri Pasanen: Immer präsent, zweikampf- und kopfballstark. Ein gutes Spiel des Innenverteidigers, das nur dadurch getrübt wurde, dass sein Tor nicht zählte (10.) und dass er sich vor dem 1:1 zu sehr auf „Merte“ verlassen hatte. Note 2,5 © nordphoto
Mikael Silvestre: Eine unauffällige Partie auf der linken Abwehrseite. Am 1:1 nicht ganz schuldlos, weil er zu weit rausrückte. Note 4 © nordphoto
Torsten Frings: Räumte viel ab, brachte die meisten Standards vors Tor – im Spiel nach vorn ansonsten unauffällig. Note 3,5 © nordphoto
Wesley (bis 72.): Der Brasilianer absolvierte ein großes Laufpensum, spielt aber weiterhin unglücklich. Hinderte Uchida vor dem 1:1 nicht an der Flanke. Note 4 © nordphoto
Tim Borowski: Eine ordentliche Leistung im Mittelfeld, in dem er viel Defensivarbeit verrichtete. Scheiterte in der 14. Minute an Neuer. Note 3,5 © nordphoto
Marko Marin: Im offensiven Mittelfeld mit sehr viel Einsatz. Versuchte unermüdlich, die Schalker Defensive zu knacken... © nordphoto
Auch wenn’s nicht immer gelang, war er ein ständiger Unruheherd. © nordphoto
Hatte Pech mit einem Distanzschuss (54.). Note 2,5 © nordphoto
Claudio Pizarro (bis 74.): Kein glücklicher Auftritt des Peruaners, der zwar viel arbeitete, sich aber keine Chance herausspielte. Holte allerdings den Elfmeter (58.) heraus. Note 4 © nordphoto
Sandro Wagner: Zeigte viel Leidenschaft – auch wenn nicht alles gelang. Sorgte per Elfmeter im Nachschuss für die 1:0-Führung. Note 3 © nordphoto
Dominik Schmidt (ab 72.): Sollte am Ende die Defensive stärken. Note - © nordphoto
Marko Arnautovic: (ab 74): Traf Sekunden nach seiner Einwechslung per Direktabnahme fast zum 2:1. Note - © nordphoto
Die Fans - trotzdem zufrieden.... © nordphoto
Thomas Schaaf und Klaus Allofs... unentschlossen... © nordphoto
Am Ende gelang der ersehnte Befreiungsschlag nicht. © nordphoto

Pasanen habe nicht nur gegen Schalke 04 ein starkes Spiel gemacht, stellte der 54-Jährige fest: „Seit er Sebastian Prödl vertritt, macht er das sehr gut.“ Wofür Pasanen wiederum eine einfache Erklärung hat: „Ich fühle mich wohl in der Innenverteidigung, das habe ich immer gesagt.“

An der Trennung zum Saisonende ändern die guten Leistungen von Pasanen aber nichts. „Wir wissen, was wir an Petri hatten, wir wissen aber auch, wass wir nicht an ihm hatten“, meinte Allofs: „Petri hat sich aber immer korrekt verhalten und alles für Werder gegeben – aber irgendwann muss man loslassen.“

Trainer Thomas Schaaf scheint der Abschied von seinem coolen Abwehrspieler indes nicht leicht zu fallen. „Ich mag Petri auch als Typen. Ich habe lange mit ihm zusammengearbeitet und behalte viele Erinnerungen an ihn.“ · flü

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