Abwehrspieler wurde schon verabschiedet, jetzt will ihn Werder doch behalten / „Ich bin sehr neugierig“

„Petri Dank“, „Petri Heil“ – neuer Vertrag für Pasanen

Seine Koffer hatte Petri Pasanen (Bild) bereits gepackt – dann kam der Anruf von Sportchef Klaus Allofs. ·

Bremen - Jeder verdiente Spieler von Werder Bremen bekommt zum Abschied eine wertvolle Uhr. Auch Petri Pasanen durfte sich eine aussuchen. Sein Vertrag läuft aus, nach sieben Jahren bei Werder Bremen sollte der Abwehrspieler gehen.

Jetzt vollzog der Club die Rolle rückwärts: Aufgrund massiver Verletzungsprobleme in der Innenverteidigung wollen die Bremer den Vertrag mit dem 30-jährigen Finnen doch noch einmal verlängern. Das ist schon kurios.

Ob Pasanen, nach dem Dortmund-Spiel von Verein und Fans bereits pompös verabschiedet, sich darauf einlässt, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. „Ich war sehr überrascht. An so etwas denkt man natürlich nicht. Ich war ja schon weg“, sagt der coole Defensivspezialist, „ich werde sehen, was sie mir anbieten. Ich stelle keine Forderungen, aber ich bin neugierig, wie sie mit mir planen wollen.“

Im Klartext: Um finanzielle Dinge geht es Petri Pasanen nicht. Er will Fußball spielen – und zwar auf seiner Lieblingsposition in der Innenverteidigung. Bei Werder war Pasanen zumeist nur der Springer von der rechten auf die linke Abwehrseite gewesen. „Ich hatte meine Gründe, warum auch ich hier am Ende nicht weitermachen wollte“, sagt er: „Darum muss sich etwas ändern. Sie müssen mich überzeugen. Und ich hoffe, Herr Allofs hat die Antworten, die mich überzeugen.“

Hier wurde Pasanen "eigentlich" verabschiedet

Abschied von Pasanen und Jensen

Nach den schweren Verletzungen von Naldo und Sebastian Prödl steht in Per Mertesacker derzeit der dritte Bremer Innenverteidiger auf der Ausfallliste. Offen ist, wann „Merte“, der sich mit hartnäckigen Fersenproblemen herumplagt, wieder einsteigen kann. In Werders Innenverteidigung ist also Not am Mann. Und Pasanen soll helfen. Wie seine Entscheidung ausfallen wird, „darüber will ich jetzt nicht spekulieren“, meint der 30-Jährige. Nach sieben Jahren bei Werder sei es für ihn aber eine Selbstverständlichkeit, sich die Vorstellungen des Clubs anzuhören: „Reden kostet nichts. Ich wurde hier immer mit viel Respekt behandelt.“

Allerdings hätte Allofs nicht viel später anfragen dürfen. Pasanen stand inzwischen natürlich schon mit anderen Vereinen in Kontakt. „Klaus hat mich gefragt, ob es noch geht. Und ich habe gesagt: Ja, es geht noch“, erklärt Pasanen: „Ich habe noch bei keinem Verein unterschrieben. Sonst wär’s zu spät gewesen.“

Und was macht Petri Pasanen nun mit der wertvollen Uhr, wenn er noch einmal verlängert. „Die behalte ich natürlich“, grinst der Finne, „und bekomme dann irgendwann noch eine zweite . . .“ · flü/mr

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