„Er ist eben mit Heißblut dabei“

Petersens Plädoyer für Papa Andreas

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Nils Petersen hofft, dass der Ausraster seines Vaters Andreas beim 1. FC Magdeburg keine bösen Folgen hat.

Bremen - Nils Petersen hatte es in den letzten Wochen wirklich nicht leicht. Und jetzt, nachdem der Werder-Stürmer endlich seine monatelange Ladehemmung abgelegt hat, muss er schon wieder unangenehme Fragen beantworten.

Doch diesmal ging es um seinen Vater Andreas, der als Trainer des Nordost-Regionalligisten 1. FC Magdeburg am Sonntag als Rüpel aufgetreten war und seinen Trainerkollegen Jörg Goslar von Wacker Nordhausen zur Seite gestoßen hatte (wir berichteten). Dem 53-Jährigen drohen nun ernsthafte Konsequenzen – doch sein Sohn stellt sich vor ihn.

„Natürlich gehört sich das nicht, aber ich weiß auch, welche Worte da vorher gefallen sind“, schilderte Petersen nach dem „langen Telefonat“ mit seinem Papa, der ihm die vorherige Beleidigung geschildert hatte. „Das war eine böse Entgleisung“, kritisiert der 24-Jährige den Nordhäuser Coach. Dies, gepaart mit dem Temperament von Petersen Senior, führte zur Eskalation: „Er ist eben ein emotionaler Mensch und mit Heißblut dabei. Aber er hat sich ausdrücklich entschuldigt, und damit sollte die Sache unter Fußballern erledigt sein.“

Allerdings hatte der 24-Jährige im fernen Bremen bereits nach Ansicht der TV-Bilder geahnt, dass der Fall für Aufsehen sorgt: „Im ersten Moment musste ich schmunzeln, im zweiten wusste ich, dass das überall rumgehen wird. Und nach dem, was 2010 war, ist man erstmal in einer Schublade.“

Vor fast dreieinhalb Jahren nämlich hatte Andreas Petersen als Trainer des Oberligisten Germania Halberstadt den Präsidenten des Fußball-Verbands Sachsen-Anhalt im Kabinengang umgestoßen. Sein damaliger Verein stand weiter zu ihm, doch der 1. FC Magdeburg distanzierte sich bereits öffentlich und kündigte Konsequenzen an.

Nils Petersen hofft nun, dass alles gut für seinen Vater ausgeht: „Es ist nicht schön, wenn man mit so etwas in Verbindung gebracht wird. Aber seine Ergebnisse stimmen, und er hat für seine Mannschaft immer alles in die Waagschale geworfen.“ Diesmal war es wohl zu viel des Einsatzes. · ck

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