De Bruyne hat Angst vor der BVB-Abwehr

Petersens Pech ein „Riesen“-Problem

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Kevin De Bruyne fühlte sich nicht wohl, wenn ihm Riese Neven Subotic zu nahe kam.

Bremen - Ein bisschen verwunderlich war das schon: Am Freitagabend saß Nils Petersen beim Bundesliga-Auftakt in Dortmund wegen Rückenproblemen lange Zeit nur auf der Bank, doch nur 14 Stunden später stand der Werder-Stürmer beim Sponsorenspiel im nordhessischen Berndorf in der Startelf und erzielte prompt einen Hattrick.

„Dumm gelaufen“, berichtete der 23-Jährige. Beim Anschwitzen am Morgen vor dem BVB-Spiel hatte es ihn bei einer unglücklichen Bewegung erwischt: „Das war wie ein Hexenschuss.“ Die Bayern-Leihgabe ließ sich behandeln, fühlte sich am Abend auch besser, doch Trainer Thomas Schaaf entschied sich gegen Petersen: „Mir war das Risiko zu groß, dass er nach zehn Minuten wieder runter muss.“

Petersen nahm es professionell: „Natürlich habe ich mich riesig geärgert, aber der Trainer trägt die Verantwortung.“ Immerhin war der Rücken wieder so intakt, dass er noch eingewechselt werden konnte und beinahe den Ausgleich erzielt hätte. Doch der Angreifer brachte eine scharfe Arnautovic-Hereingabe nicht aufs Tor. „Der Ball war leider von Subotic abgefälscht worden“, erklärte Petersen, der Kevin De Bruyne in der 66. Minute als Sturmspitze abgelöst hatte.

Spiel gegen Dortmund

Borussia Dortmund gegen SV Werder Bremen

Der Belgier, der fortan im Mittelfeld spielen durfte, fand‘s gut. Mit seiner überraschenden Position als Mittelstürmer war er nicht glücklich geworden. „Das habe ich noch nie in meinem Leben gespielt“, verriet der 21-Jährige: „Man hat gesehen, dass das nicht meine Position ist.“ Ganz offen berichtete er von seinem größten Problem: „Ich kann doch gegen diese Riesen von Innenverteidigern keinen Zweikampf gewinnen.“ Also ließ er sich oft zurückfallen.

Das war durchaus im Sinne von Schaaf: „Wir wollten die Dortmunder aus der Mitte locken und dann über Außen reinstoßen.“ Deshalb hatte er sich gegen Niclas Füllkrug als direkten Petersen-Ersatz entschieden, dafür Marko Arnautovic als Außenstürmer gebracht und De Bruyne ins Zentrum gestellt. „Wir versuchen immer, geschickte Sachen zu machen. Ich denke, Dortmund war überrascht und hatte Probleme, das zu lösen“, meinte Schaaf, stellte aber auch klar: „Das ist keine Position, auf der Kevin dauerhaft spielen wird.“

Dafür ist Petersen vorgesehen – und künftig neben Füllkrug auch Neuzugang Joseph Akpala. De Bruyne ist vorne raus, und darüber auch ganz froh: „Man hat doch gesehen, dass uns bei den guten Hereingaben ein echter Mittelstürmer gefehlt hat.“ Und Petersen merkte mit einem Hauch von Genugtuung an: „Es ist eben nicht so einfach, vorne zu spielen. Es ist die einzige Position, wo man zwei Gegenspieler hat.“ · kni

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