Später Doppelpack gegen Hannover

Petersen erlöst Werder – 2:0

Petersen erlöst Werder – 2:0

Bremen - Werder ist wieder da! Und diesen Sieg im kleinen Nordderby gegen Hannover 96 haben sich die Bremer so sehr verdient. In der 85. Minute erlöste Nils Petersen sein Team gestern mit dem überfälligen 1:0 – und dann legte er auch noch das 2:0 (88.) nach. Das Weserstadion glich einem Tollhaus und feierte nicht nur Matchwinner Petersen, sondern auch Eljero Elia.

Der fast schon abgeschriebene Millionen-Einkauf von Juventus Turin hatte das erste Tor perfekt vorbereitet und den zweiten Treffer genial eingeleitet. Vergessen waren die vielen vergebenen Chancen an diesem Abend, geschafft war der erste Sieg 2013.

Ihrem Vollgas-Versprechen hatten die Werder-Profis, die ohne die gesperrten Clemens Fritz und Marko Arnautovic angetreten waren, sofort Taten folgen lassen: Nach nicht mal zwei Minuten gab es schon die erste Ecke und im Anschluss daran die erste Chance von Assani Lukimya, dessen Kopfball die Latte streifte. So flott ging es weiter. Nach 18 Minuten hatte Werder zehn (!) Torschüsse abgegeben. Zum Vergleich: Vor zwei Wochen bei der 0:5-Klatsche waren insgesamt nur acht Versuche gezählt worden.

Die Sache hatte gestern allerdings einen Haken: Werder war wieder mal zu schwach im Abschluss – oder scheiterte wie Zlatko Junuzovic am glänzend reagierenden Ron-Robert Zieler (10.). Das hätte sich beinahe gerächt, wenn Mame Diouf das Fehlpass-Geschenk von Ersatz-Linksaußen Mehmet Ekici angenommen hätte (17.). Die Hannoveraner, die verletzungsbedingt auf elf (!) Spieler verzichten mussten, kamen immer mal wieder gefährlich Richtung Bremer Strafraum, nutzten dabei das Werder-Vakuum zwischen Viererkette und Mittelfeld, agierten dann aber viel zu umständlich. Auch deshalb konnten die vorbildlich kämpfenden Bremer um den starken Abwehrchef Sokratis endlich mal hinten die Null halten.

Die Einzelkritik: SVW - H96

Einzelkritik: Werder Bremen gegen Hannover 96

Vorne stand die Null allerdings auch. Nils Petersen bekam den Ball nicht an Zieler vorbei (22.), und die Direktabnahme von Antreiber Aaron Hunt zischte knapp über die Latte (45.). Eine Werder-Führung zur Pause wäre hoch verdient gewesen.

„Ich bin zuversichtlich. In der zweiten Halbzeit klappt es. Wir gewinnen 2:0“, tippte Werder-Boss Klaus Filbry in der Halbzeit und lag im Nachhinein goldrichtig. Doch zunächst waren die Gäste am Zug. Jan Schlaudraff brachte Werder-Keeper Sebastian Mielitz in Verlegenheit (47.). Hannover erhöhte nun auch ohne den verletzt ausgeschiedenen Angreifer Mohammed Abdellaoue (40.) den Druck. Aber Werder hielt dagegen und erarbeitete sich die nächste Großchance. Diesmal durch Startelf-Rückkehrer Elia, der Lukimya die Führung auf dem Silbertablett servierte. Doch der Innenverteidiger drosch die Kugel übers Tor (54.).

Die 41 600 Zuschauer im nicht ganz ausverkauften Weserstadion sahen nun klar dominierende Gastgeber, die unbedingt dieses erste Tor wollten. Aber nicht bekamen, weil Hunt genau auf die Fäuste von Zieler zielte und Ekici den Nachschuss neben den Kasten setzte (69.).

Trainer Thomas Schaaf reagierte – und vertraute einem 19-Jährigen: Eigengewächs Özkan Yildirim kam für Ekici (74.). Ein Tor fiel trotzdem nicht. Erst entschärfte Mittelfeldspieler Manuel Schmiedebach einen Sokratis-Kopfball auf der Linie, dann lenkte Zieler einen Schmitz-Kopfball neben das Gehäuse (76.). Es folgte Werders zehnte (!) Ecke, Hannover hatte bis dahin keine – ein weiterer Beleg für die Bremer Dominanz.

Bilder zum Spiel

Werder Bremen gewinnt 2:0 gegen Hannover 96

Die Fans peitschten ihre Mannschaft immer wieder nach vorne und wurden dafür belohnt: Elia tanzte gleich zwei Hannoveraner am Strafraumeck aus, bediente Petersen – und der bewies endlich Vollstreckerqualitäten (85.). Riesenjubel auf dem Rasen, Riesenjubel im weiten Rund. Der Bann war gebrochen. Wieder war es Elia, der auftrumpfte. Yildirim ließ eine freche Vorarbeit folgen – und Petersen machte mit seinem neunten Saisontreffer alles klar.

Werder ist jetzt mit 25 Punkten Elfter und hat den Anschluss an die Europa-League-Verfolger geschafft. Nun muss nächste Woche in Stuttgart nachgelegt werden – in dieser Form geht das. · kni/csa

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