Werders Stürmer erklärt, warum es die Offensive derzeit leichter hat / Warnung vor „angeschlagenem Boxer“

Petersen dankbar – sogar für die Denkpause

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Nils Petersen strahlt, wenn er an den SC Freiburg denkt: Im letzten Duell gegen die Breisgauer traf er doppelt.

Bremen - Wer Nils Petersen in diesen teils trüben Herbsttagen auf dem Trainingsplatz beobachtet, erlebt einen irgendwie gelösteren Werder-Stürmer als noch im Sommer. Tatsächlich räumt der 24-Jährige ein, dass ihm seine bisher drei Saisontore richtig gut getan haben.

Denn selbstverständlich weiß er, dass Offensivspieler an Toren gemessen werden – und weniger an mannschaftsdienlicher Defensivarbeit, für die ihn sein Trainer Robin Dutt schon mehrfach lobte. „Natürlich ist man als Stürmer entspannter, wenn man trifft. Diesbezüglich habe ich endlich mal wieder meinen Job gemacht – so lässt sich vieles leichter angehen“, sagt Bremens derzeit bester Torschütze.

Gleichwohl weiß er, „mit dem Schulterklopfen umzugehen“ – und hebt stattdessen andere hervor, die ihm beim Überwinden seiner siebenmonatigen Ladehemmung halfen.

An erster Stelle nennt er da Robin Dutt samt seinem System: „Man sieht, dass bei ihm die Außenverteidiger eine wichtige Rolle einnehmen“, sagt Petersen – und kommt damit gleich zum nächsten Namen: „Durch ,Santi‘ haben wir da einen Linksverteidiger, der alle nötigen Qualitäten mitbringt“, sagt er über Neuzugang Santiago Garcia. Wenn der Argentinier zu Flankenläufen startet oder sich sonst vorn mit einschaltet, „profitieren wir in der Offensive alle davon: Er macht viel Betrieb. Das entlastet zum Beispiel auch Aaron Hunt, der dann nicht mehr zwei Gegenspieler hat, sondern in Eins-gegen-Eins-Situationen seine ganze Stärke zeigen kann.“ Weitere Folgen: Mehr Raum und mehr Anspiele auf Petersen. „Gegen Nürnberg zum Beispiel hatten wir richtig viele Torschüsse“, erinnert Petersen. Er selbst traf dabei zwar nicht, aber sein Sturmpartner Eljero Elia per Doppelpack – das nächste Ende einer persönlichen Torflaute.

Werders „Abteilung Attacke“ kann es also noch. Und in Person von Franco Di Santo erhebt ein weiterer Stürmer Anspruch auf einen Platz in der Startelf – wenn der Argentinier nach seinem Muskelfaserriss wieder fit ist. Doch dieser Konkurrenzkampf stört Petersen nicht – im Gegenteil: „Vielleicht hätte mir in der letzten Saison eine Denkpause gut getan“, räumt die damalige Bayern-Leihgabe ein. Doch mangels personeller Alternativen konnte sich Petersen seines Stammplatzes fast sicher sein. Inzwischen hat sich das verändert – und nachdem Petersen gegen Eintracht Frankfurt bis zu seiner Einwechslung 76 Minuten auf der Bank geschmort hatte, wusste er den Denkzettel zu schätzen: „So etwas kann auch mal hilfreich sein.“

Fürs nächste Heimspiel gegen Freiburg hofft er jedoch – wen wundert's – auf einen Platz in der Startelf. Schließlich schnürte er im bisher letzten Duell gegen die Breisgauer einen Doppelpack, „und ich hoffe, dass das ein gutes Omen ist“. Niemand dürfe jetzt gegen den Tabellen-17. aber automatisch einen Heimsieg erwarten: „Denn Freiburg hat Qualität und ist gefährlich – momentan vielleicht wie ein angeschlagener Boxer. Es wird ein richtungsweisendes Spiel“, mahnt Petersen – und erinnert an das eigene Zählerkonto: „Wir haben jetzt elf Punkte, damit ist aber noch keiner in der Liga geblieben…“ · ck

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