Petersen-Ausleihe nach Freiburg ist perfekt

„In Bremen war es festgefahren“

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Nils Petersen fühlt sich nicht abgeschoben.

Bremen/Freiburg - Unglücklich klingt Nils Petersen nicht am Telefon. Gerade hat er den Medizincheck beim SC Freiburg bestanden und seinen bis Saisonende datierten Vertrag beim Bundesliga-Letzten unterschrieben. Der Wechsel auf Leihbasis von Werder Bremen in den Breisgau ist damit perfekt. „Von null auf hundert in eine neue Aufgabe“, sagt er und lacht.

Von außen sieht diese neue Aufgabe zunächst wie ein weiterer Abstieg des ehemaligen Bayern-Stürmers aus. Doch Petersen wertet die Ausleihe mit Kaufoption ganz anders. Natürlich als neue Chance für die eigene Karriere. „Bei Werder“, sagt er, „war ja alles festgefahren. Der Tapetenwechsel tut bestimmt gut.“

Trainer Viktor Skripnik hatte zuletzt keine Verwendung für den 26-Jährigen, in den letzten drei Partien setzte er Petersen auf die Tribüne. Grund: Die jungen Wilden wie Davie Selke und Melvyn Lorenzen waren links und rechts an Petersen vorbeigerauscht. Der Abgehängte sah erst, dass die beiden es gut machten und dann ein, dass es Zeit ist zu gehen: „Mir hat niemand gesagt, dass ich wechseln soll. Ich mache auch niemandem Vorwürfe. Aber als ich wiederholt nicht im Kader stand, war es augenscheinlich, dass es keinen Sinn mehr macht zu bleiben“, erklärt er. Denn eins ist für ihn absolut klar: „Ich bin der Letzte, der einen Vertrag aussitzen würde.“ Dafür sei sein Respekt vor dem SV Werder zu groß, meint Petersen: „Ich liebe die Leute hier, die Spieler, die Fans, den Verein.“

Deshalb träumt er tatsächlich davon, nach Ablauf des halben Jahres nach Bremen zurückkehren zu können. „Meine Bleibe behalte ich erstmal“, verrät er. Dabei ist ziemlich klar: Schlägt er in Freiburg ein, wird der SC – den Klassenerhalt vorausgesetzt – wohl die Kaufoption ziehen. Schlägt er nicht ein, wird auch Werder trotz des noch bis 2016 laufenden Vertrages eher auf Trennung drängen. Petersen macht sich aber gar nicht die großen Gedanken, ob er sich mit Toren für Freiburg, für Werder oder für einen anderen Verein empfiehlt. „Ich will mir einfach nur beweisen, dass ich ein guter Bundesliga-Spieler bin“, sagt er.

csa

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