Petersen: „Als Mannschaft stehen wir komplett hinter Robin Dutt“

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Da hatte Nils Petersen mal eine Chance, scheiterte aber an BVB-Keeper Roman Weidenfeller. ·

Bremen - Elf Tore in 34 Bundesliga-Spielen für Werder Bremen – im Schnitt trifft Nils Petersen also in jedem dritten Spiel. Doch aktuell hinkt er der Quote hinterher. Kein Tor in den vergangenen vier Einsätzen, und beim 1:5 gegen Borussia Dortmund am Samstag musste er sogar 55 Minuten auf der Bank schmoren. Vor dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach spricht der 25 Jahre alte Stürmer über seine Situation und die seines Clubs.

Der Start in die Rückrunde ging mit nur einem Punkt aus drei Spielen gründlich in die Hose. Was muss jetzt gegen Borussia Mönchengladbach passieren?

Nils Petersen:Wir müssen uns wieder hochziehen, müssen uns aufrappeln. Wenn du gerade 1:5 gegen Dortmund verloren hast und die letzten drei Mal insgesamt nicht ordentlich gespielt hast, ist da nicht viel Positives. Aber wir haben am Samstag die Chance, etwas gutzumachen. Aber dafür muss jeder mit guter Stimmung vorangehen.

Schwierig beim Blick auf die Tabelle, oder?

Petersen:Momentan sind wir in einer prekären Lage – ganz klar. Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass es nicht noch prekärer wird. Bisher ist es immer noch unser großer Vorteil, dass die anderen auch keine Zähler holen. Aber natürlich wissen wir, dass wir uns darauf nicht verlassen dürfen. Wir haben jetzt die Pflicht zu punkten. Jede Woche auf die anderen zu gucken, macht auf Dauer auch keinen Spaß.

Gegen Augsburg (1:3) und Dortmund war die Mannschaft weit davon entfernt zu punkten.

Petersen:Im Moment ist jeder auf seine Art verunsichert, das ist spürbar. So entstehen immer wieder Fehler. Gegen Dortmund waren ja bis auf das vierte Gegentor alle anderen Treffer vermeidbar. Wenn man im Video sieht, wie die Tore fallen: Das war zu einfach.

Worauf hoffen Sie jetzt am Samstag gegen Gladbach?

Petersen:Wir müssen uns in das Spiel beißen und brauchen eine gute Tagesform.

Gegen den BVB waren Sie ein Opfer der Umstellungen, saßen zunächst auf der Bank. Wissen Sie mittlerweile, warum?

Petersen:Das hat mir der Trainer nicht erklärt, aber nach dem Augsburg-Spiel hatte auch keiner von uns einen Anspruch auf Erklärungen. Die Karten wurden eben neu gemischt. Ich meine, es war keine Entscheidung gegen mich, sondern für Franco Di Santo. Jetzt muss ich mich wieder anbieten.

Sind Sie nicht mehr gefährlich genug?

Petersen:Im Moment bekomme ich als Stürmer kaum Chancen. Das ist natürlich nicht schön. Aber ich habe sowieso schon mit dem Thema abgeschlossen, wie viele Tore ich in dieser Saison machen werde (aktuell sind es fünf, d. Red.) – das zählt jetzt alles nicht, sondern nur, dass wir uns so schnell wie möglich aus dieser Situation befreien.

In der Öffentlichkeit und den Medien hat die Diskussion um Trainer Robin Dutt begonnen. Ihre Meinung?

Petersen:Wir als Mannschaft stehen komplett hinter dem Trainer. Es liegt nicht an ihm, und es lag vor einem Jahr auch nicht an Thomas Schaaf, dass wir lange um den Klassenerhalt kämpfen mussten. Aber natürlich wird sich nicht auf die ganze Mannschaft gestürzt, sondern immer auf einen Einzelnen, und das ist dann der Trainer. Wenn mir die Frage gestellt wird, ob ich hinter Robin Dutt stehe und an ihn glaube, kann ich sie nur mit Ja beantworten.

Mehr Kritik an Spielern? In Hamburg sind am Wochenende ein paar Fans des HSV sogar handgreiflich gegen die Profis geworden.

Petersen:Ich bin froh, dass es in Bremen anders ist. Hier ist es im Moment zwar auch nicht angenehm, durch die Stadt zu gehen. Aber kein Fan wird ausfallend, viele spenden sogar Zuspruch, klopfen uns aufmunternd auf die Schultern. Wir tun jetzt gut daran, dass wir mit Ergebnissen dafür sorgen, dass es so bleibt. · csa

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