Werder-Torjäger plötzlich der Hoffnungsträger

Peru bejubelt Pizarro

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Claudio Pizarro

Bremen/Lima - So schnell können sich die Zeiten ändern. Im Oktober 2015, nach dem 0:2 in der WM-Qualifikation gegen Kolumbien, wurde Claudio Pizarro in seiner Heimat Peru verhöhnt. Er habe gespielt „wie eine schwangere Schildkröte“, spottete etwa der Journalist Gonzalo Nunez.

Nun, rund fünf Monate später, hat Pizarro seinen konditionellen Rückstand aufgeholt und in der Rückrunde mit bisher zehn Treffern geglänzt. Und plötzlich ist Werders Torjäger der große Held und Hoffnungsträger – bei Fans, Mitspielern und Medien.

„Körper eines Champions“ titelte das Sportblatt „Libero“ über die „verjüngte Statur“ des 37-Jährigen bei seiner Ankunft in Lima euphorisch. „Ich durchlebe gerade einen guten Moment“, sagte der „Bombardero de los Andes“ (Andenbomber), der Perus Chance auf eine WM-Teilnahme 2018 am Leben erhalten soll. Dafür muss im Duell der Kellerkinder gegen Schlusslicht Venezuela (morgen, 3.15 Uhr/MEZ) dringend ein Sieg her. Peru ist Vorletzter, hat in vier Partien nur einen Sieg geholt. Der Abstand zu Platz vier, der die direkte Qualifikation bedeutet, beträgt allerdings nur vier Punkte. Und Pizarro soll dafür sorgen, dass es weniger werden. „Was Claudio derzeit in Deutschland macht, ist absolut einen Applaus wert“, findet Teamkollege Carlos Ascues (Wolfsburg). Und Frankfurts Carlos Zambrano ergänzt: „Ich hoffe, seine Torflut hält in der WM-Qualifikation an.“

Wie fit Pizarro aktuell ist, muss sich aber noch zeigen. Gegen Mainz war er wegen muskulärer Probleme ausgewechselt worden. - mr/dpa

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