Mittelfeldspieler kehrt nach einem Jahr in München zu Werder zurück / „Ich freue mich“

Perfekt: Borowski wieder da

Ab heute wieder im Werder-Trikot: Mittelfeldspieler Tim Borowski.

Werder-Bremen - BREMEN (Eig. Ber.) n Der verlorene Sohn ist wieder zurück! Tim Borowski wechselt mit sofortiger Wirkung von Bayern München zu Werder Bremen und erhält dort einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2012 mit einer Option auf ein weiteres Jahr. Bereits heute stößt der 29-jährige Mittelfeldspieler in Frankfurt zur Mannschaft und steht am Abend im Testspiel gegen Zweitligist FSV Frankfurt im Kader. Über die Ablösesumme für Borowski vereinbarten die Clubs Stillschweigen. Dem Vernehmen nach sollen die Bremer aber rund 1,5 Millionen Euro bezahlen. Borowski, der somit in München nur ein einjähriges Gastspiel absolvierte, besaß bei den Bayern noch einen Vertrag bis 2011. Doch bereits vor einigen Wochen war ihm mitgeteilt worden, dass der deutsche Rekordmeister nicht mehr mit ihm plant.

„Ich hatte ein kurioses Jahr bei den Bayern, möchte diese Erfahrung aber nicht missen“, blickte „Boro“ gestern auf sein kurzes Engagement an der Isar zurück, „jetzt freue ich mich auf Werder und will dort gleich durchstarten.“

Davon ist Sportchef Klaus Allofs überzeugt. Zum einen stehe im kommenden Jahr die WM an, zum anderen wolle Borowski nach dem nicht so erfolgreichen Jahr in München jetzt beweisen, dass es besser geht. „Er wird Vollgas geben“, glaubt Allofs.

Es habe bereits früh Gespräche über eine Rückholaktion gegeben, erklärte der 52-Jährige: „Tim wollte unbedingt zu uns, und unterm Strich hat er auf eine ganze Menge Geld verzichtet. Es war klar, dass Tim bei uns nicht so viel verdienen wird, wie bei den Bayern.“

Auf die Ablösesumme für Borowski wollte Allofs nicht näher eingehen. „Wir haben eine Lösung gefunden, die für alle gut ist“, erklärte der Werder-Boss.

Am Dienstag hatte sich der Bremer Sportchef in Stuttgart mit Bayern-Manager Uli Hoeneß getroffen, um den Transfer in trockene Tücher zu wickeln. „In einem persönlichen Gespräch geht es meistens besser, und wir haben uns auch schnell geeinigt“, berichtete Allofs. Gestern wurde Borowski bereits bei den Bayern verabschiedet. Trainer Louis van Gaal lobte den Mittelfeldspieler als „tollen Menschen“ und wünschte ihm mit einem Augenzwinkern für die kommende Saison „alles Gute für den zweiten Platz . . .“

Die Rückkehr des Mittelfeldspielers stößt in Bremen freilich bei einigen auch auf Skepsis. Doch Allofs kontert: „Tim kommt nicht als Gescheiterter zu uns. Er kommt als reiferer Spieler zurück, der uns qualitativ verbessert und in unserem Spiel ein weiteres Element darstellt.“ Borowskis Erfahrung und Qualität könne die junge Bremer Mannschaft gut gebrauchen.

Davon ist auch Thomas Schaaf überzeugt. „Wir freuen uns, dass dieser Transfer geklappt hat“, sagte der Werder-Trainer, „wir haben mit ,Boro’ schon einige Erfolge feiern können. Er kennt die Strukturen in Bremen und ich denke, dass er sich auf uns freut.“

Borowski war vor einem Jahr ablösefrei zum FC Bayern gewechselt. Zuvor hatte er sieben Jahre lang dem Bremer Profikader angehört. Im Werder-Dress absolvierte er 169 seiner 195 Bundesligaspiele, in denen er 21 Tore für Bremen erzielte.

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