Arsenal-Nachwuchschef zum Gedankenaustausch bei Werder

Mertesacker spinnt sein Netz

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Netzwerken beim SV Werder: Per Mertesacker vom FC Arsenal hat in Bremen viele alte Bekannte wie Max Kruse getroffen.

Bremen – Clemens Fritz hatte Besuch mitgebracht. Prominenten Besuch sogar. Während am Mittwochnachmittag das nur sehr spärlich besetzte Mannschaftstraining des SV Werder lief, tauchte der Bremer Ehrenspielführer plötzlich am Platz auf – im Schlepptau Per Mertesacker, den Freund, ehemaligen Teamkameraden und jetzigen Leiter der „Arsenal Academy“, der Nachwuchsabteilung des FC Arsenal aus London.

Was vielleicht nur eine Stippvisite hätte sein können, hatte doch einen geschäftlichen Hintergrund. Zwei Tage lang war Mertesacker bei Werder, tauschte sich mit mehreren Club-Verantwortlichen aus. Dabei ging es auch um mögliche Kooperationen zwischen dem FC Arsenal und Werder Bremen.

„Was daraus wird, kann man noch nicht sagen“, meinte Mertesacker zwar, aber dass Werder der erste Bundesliga-Club ist, den er in seiner neuen Funktion – seit Oktober 2018 hat der 34-Jährige den Posten inne – ansteuert, war kein Zufall: „Dadurch, dass immer wieder auch Funktionen von ehemaligen Mitspielern übernommen werden, ist es einfach schön, dass man sich wieder sieht. Und wenn man sich wiedersieht, spinnt man Ideen und guckt, wie man zusammenfinden kann.“ Die Ebene des Gedankenaustausches habe er bei seinen Gesprächen aber nicht verlassen, so Mertesacker: „Man kennt sich einfach sehr, sehr gut und hat toll zusammengearbeitet.“

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Mertesackers Austausch mit  Thomas Schaaf

Mit Frank Baumann, dem Geschäftsführer Sport, hat er zusammen gespielt. Mit Clemens Fritz, dem „Trainee“ und designierten Werder-Funktionär, ebenfalls, die beiden sind dicke Freunde. Und Thomas Schaaf, sein Ex-Trainer, ist als aktueller Technischer Direktor genau der Anknüpfungspunkt, den Mertesacker in anderen Vereinen braucht, wenn es darum geht, sich in Deutschland und der Bundesliga zu vernetzen. „Weil Thomas Schaaf diese neue Rolle hat, habe ich mich auch mit ihm unterhalten. Es ist interessant zu erfahren, was hier passiert. Werder war für mich schon immer hoch angesiedelt in der Jugendarbeit. Das ist auch ein Grund, sich hier mit guten Leuten auszutauschen. Man bespricht sich, welche Vorteile man aus einer Zusammenarbeit ziehen könnte. Vielleicht kann man daraus etwas entwickeln.“

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Aber was? Mertesacker sagt es so: Durch gegenseitige Besuche jungen Trainern und Spielern einen Perspektivwechsel zu ermöglichen, sei „wichtig“. Dass er zum Beispiel am Trainingsplatz mit Journalisten spricht – wie für seinen Arsenal-Begleiter live zu verfolgen war –, „ist in England undenkbar“, lacht der Weltmeister von 2014, „mit so etwas fängt es schon an“.

Arsenal-Leihspieler für Werder?

Doch es kann auch deutlich weiter gehen. Die gut betuchten englischen Clubs sind immer daran interessiert, Talente in anderen Ligen unterzubringen, um ihnen zu Spielpraxis zu verhelfen. Wieso nicht auch in Bremen? Irgendwann. Mertesacker: „In Hoffenheim und Leipzig spielen schon zwei Leihspieler von uns.“ Namentlich Nelson Reiss (19) bei Hoffenheim und Emile Smith Rowe (18) in Leipzig. „Wir wollen gucken, wie wir das weiter ausbauen können“, sagt Mertesacker.

Fotostrecke: Hoher Besuch beim Werder-Training - Mertesacker schaut rein

Werder-Training in der Länderspielpause: Per Mertesacker zu Besuch.
Werder-Training in der Länderspielpause: Per Mertesacker zu Besuch.  © gumzmedia
Werder-Training in der Länderspielpause: Per Mertesacker zu Besuch.
Werder-Training in der Länderspielpause: Per Mertesacker zu Besuch.  © gumzmedia
Werder-Training in der Länderspielpause: Per Mertesacker zu Besuch.
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Werder-Training in der Länderspielpause: Per Mertesacker zu Besuch.
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Werder-Training in der Länderspielpause: Per Mertesacker zu Besuch.
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Werder-Training in der Länderspielpause: Per Mertesacker zu Besuch.
Werder-Training in der Länderspielpause: Per Mertesacker zu Besuch.  © gumzmedia
Werder-Training in der Länderspielpause: Per Mertesacker zu Besuch.
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Werder-Training in der Länderspielpause: Per Mertesacker zu Besuch.
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Werder-Training in der Länderspielpause: Per Mertesacker zu Besuch.
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Werder-Training in der Länderspielpause: Per Mertesacker zu Besuch.
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Werder-Training in der Länderspielpause: Per Mertesacker zu Besuch.
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Werder-Training in der Länderspielpause: Per Mertesacker zu Besuch.
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Werder-Training in der Länderspielpause: Per Mertesacker zu Besuch.
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Werder-Training in der Länderspielpause: Per Mertesacker zu Besuch.
Werder-Training in der Länderspielpause: Per Mertesacker zu Besuch.  © gumzmedia

Und dann hatte der Besuch in Bremen auch noch ganz sentimentale Züge. Das Wiedersehen mit alten Freunden wie Fritz, Co-Trainer Tim Borowski oder auch mit den Ex-Kollegen Max Kruse und Martin Harnik. Es gab herzliche Umarmungen und Erinnerungen, die bei Mertesacker hochschossen. Von 2006 bis 2011 hatte er für Werder gespielt, in dieser Zeit 215 Pflichtspiele absolviert. „Es ist schön, mal wieder Bremer Luft zu schnuppern“, sagt „der Lange“, der mit Clemens Fritz natürlich auch eine Runde durch das Weserstadion gedreht hat: „Das fühlt sich immer noch gut an. Was wir da alles erlebt haben, das vergisst man nicht.“

Quelle: DeichStube

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