Werder stellt seinen Wintereinkauf vor

Pavlovic freut sich auf ein volles Haus

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Lange Beine, großer Schritt: Mateo Pavlovic absolvierte gestern seine erste Trainingseinheit bei Werder. ·

Bremen - Nach nur zwölf Minuten war alles gesagt. Mateo Pavlovic durfte das Podium verlassen, schaffte es aber nicht weit. Trainer Thomas Schaaf rief ihn zurück. Pavlovic hatte sein Trikot vergessen. Das passte zur offiziellen Vorstellung von Werders Wintereinkauf. Der 22-jährige Kroate, der für eine geschätzte Ablöse von 350 000 Euro von NK Zagreb losgeeist worden war, wirkte noch ein wenig schüchtern.

Dabei sorgt Mateo Pavlovic nicht nur als perfektes Double der einstigen Werder-Größe Bruno Pezzey für Aufsehen. Mit 1,96 Meter ist der neue Innenverteidiger nun auch der größte Spieler im Werder-Kader. Deshalb sei er natürlich ein „guter Kopfballspieler“, meinte Schaaf, aber nicht nur das: „Er ist ein sehr interessanter Spieler. Er ist technisch versiert, kann einiges für den Spielaufbau tun. Er hat eine große Zukunft vor sich.“ Wie die Gegenwart aussieht, ist noch offen. „Mateo hat konstant in der kroatischen Liga gespielt und dort seine Leistung nachgewiesen. Es wird sich zeigen, wie schnell er Fuß fasst. Ich setze ihm keine Schranke, aber ich gebe ihm auch die Zeit, sich zurechtzufinden.“

Zunächst dürfte Pavlovic hinter Sokratis, Sebastian Prödl und Assani Lukimya nur Innenverteidiger Nummer vier sein. „Ich weiß, dass das ein ganz großer Schritt für mich ist, von Zagreb in die Bundesliga zu kommen“, gestand Pavlovic, fügte aber immerhin noch ein wenig kämpferisch an: „Ich bin optimistisch, dass ich erfolgreich sein werde.“

Von einem Stammplatz sprach er lieber noch nicht. Pavlovic hat erst einmal andere Ziele: „Es war immer mein größter Wunsch, in der Bundesliga zu spielen – für Werder zu spielen. Ich möchte unbedingt das Gefühl erleben, im vollen Weserstadion aufzulaufen.“ Am 19. Januar könnte das schon der Fall sein, wenn Meister Borussia Dortmund zum Rückrundenstart nach Bremen kommt. Damit das klappt, will die neue Nummer vier („Es war keine andere Nummer frei, meine Elf aus Zagreb ist leider besetzt“) hart arbeiten und gleichzeitig auch Deutsch büffeln. Erste (Sprach-)Hilfe hat er sich bereits von Teamkollege Zlatko Junuzovic geholt. Der ist zwar Österreicher, aber in Bosnien-Herzegowina geboren und kann sich deshalb gut mit dem neuen Mitspieler verständigen.

Genauso wie Jurica Vranjes. Der Ex-Bremer mit kroatischem Pass, so verriet Pavlovic, habe ihn sofort angerufen, als der Wechsel feststand und ihm seine Unterstützung angeboten. „Bislang bin ich dazu noch gar nicht gekommen, noch einmal mit ihm zu sprechen“, meinte der 22-Jährige. Aber er werde das nachholen – so wie er es gestern schon mit seinem Trikot gemacht hat. · kni

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