Trainer Dutt nach Blamage stocksauer

St. Pauli verprügelt Werder – 1:4

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Trainer Robin Dutt konnte gar nicht hinschauen, was sein Team da ablieferte. „So darfst du dich nicht präsentieren, wenn du das Werder-Trikot trägst“, wetterte er hinterher. ·

Hamburg - Au weia, Werder! Bei Zweitligist FC St. Pauli blamierte sich die Mannschaft von Trainer Robin Dutt gestern Abend nach Kräften und kassierte eine 1:4 (0:3)-Packung.

Nicht mit einem B-Team, sondern mit neun Stammspielern des Profi-Kaders. „Den gesamten Auftritt kann ich nicht akzeptieren“, wetterte Dutt: „So darfst du dich nicht präsentieren, wenn du das Werder-Trikot trägst.“ Und Felix Kroos war hinterher einfach nur „enttäuscht: „Es ist immer möglich zu verlieren, aber nicht so hoch.“

Dabei war das Ergebnis noch schmeichelhaft, wie Christopher Nöthe, St. Paulis Torschütze zum 3:0, bilanzierte: „Wir hätten noch das eine oder andere Tor machen können, aber es war besser, als wenn man gegen einen Kreisligisten spielt – und besser als Training.“ Aha. Werder, ein besserer Trainingspartner.

Die Demontage für die Bremer nahm schon nach 121 Sekunden ihren Lauf: Sebastian Maiers Freistoß fand Marcel Halstenberg im Strafraum, der unbedrängt ins lange Eck köpfte. Werder war von Beginn an in Bedrängnis. Torwart Sebastian Mielitz verhinderte gegen Florian Kringe den nächsten Gegentreffer (7.), der Ex-Bremer Lennart Thy zielte zu hoch (14.), Mielitz hielt gegen Nöthe (17.) – und dann kam, was sich andeutete: Thy bediente Maier, der per mittigem Flachschuss Mielitz nicht gut aussehen ließ – 2:0 nach 24 Minuten!

Die Mannschaft von Trainer Michael Frontzeck diktierte weiter das Geschehen, weil die saft- und lustlos wirkenden Bremer den Gastgebern komplett das Spiel überließen. Den meisten Einsatz zeigten noch Offensivmann Eljero Elia, der einige Duelle als Defensiv-Aushilfe gewann, und Neuzugang Santiago Garcia, der auf seiner linken Abwehrseite nicht viel zuließ und mehrere Entlastungs-Soli hinlegte. In Minute 28 stellte er sich allerdings ungeschickt an, als er Kringe im Strafraum foulte. Den Elfmeter nutzte Nöthe zum 3:0.

Erst jetzt wehrte sich Werder, doch der erste Bremer Torschuss nach 34 (!) Minuten durch Mehmet Ekici ging drüber.

In Durchgang zwei flammte ein Fünkchen Willen beim Bundesligisten auf. Der eingewechselte Martin Kobylanski profitierte von einem starken Antritt Elias, der ihn zum 1:3 (51.) bediente.

Die Bilder vom Spiel

St. Pauli verprügelt Werder - 1:4

Danach verflachte die Partie, ehe John Verhoek die 3 426 Fans mit dem 4:1 aus kurzer Distanz jubeln ließ (69.). Am Ende ließen die Kiez-Kicker mit einem Lattenkreuz-Kracher von Marc Rzatkowski und einem Nöthe-Pfostenschuss (81.) Gnade walten.

Werder: Mielitz (46. Wolf) - Pavlovic (46. Kobylanski), Lukimya, Caldirola, Garcia - Kroos (79. von Haacke) - Elia (77. Schwede), Hunt (46. Hüsing), Ekici - Petersen, Di Santo. · ck

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