Schaafs klare Worte vor dem Heimspiel gegen Mainz / Hunt: „In der Liga jetzt Fuß fassen“

Passivität strikt verboten

Packende Zweikämpfe – hier Bremens Tim Borowski (li.) gegen den Mainzer Radoslav Zabavnik – werden auch heute wieder erwartet, wenn beide Teams im Bremer Weserstadion aufeinandertreffen.

Bremen - Von Arne Flügge · Niederlage, Sieg, Unentschieden – Werder Bremens Bundesligastart verlief mit Höhen und Tiefen. Für eine Mannschaft, die ganz oben mitspielen will, sind vier Punkte zu wenig.

Und daher fordert Mittelfeldspieler Aaron Hunt vor dem Heimspiel heute (15.30 Uhr) gegen den FSV Mainz 05: „Es wird Zeit, dass wir jetzt in der Liga richtig Fuß fassen. Wir müssen anfangen, eine kleine Serie zu starten.“

Die erfolgreiche Aufholjagd am Dienstag gegen Tottenham, vor allem aber die starke Leistung beim 0:0 in München geben dem 24-Jährigen die Zuversicht, dass es auch klappt. „Wir haben das Zeug dazu. Wenn wir an die Leistung aus dem Bayern-Spiel anknüpfen, dann werden wir Mainz auch schlagen“, ist sich Hunt sicher.

Doch Vorsicht! Das Team von Trainer Thomas Tuchel surft gerade auf einer Euphoriewelle durch die Liga. Drei Spiele – drei Siege. Der selbsternannte Karnevalsverein ist in bester Form und Partylaune. „Sie haben gezeigt, dass sie hervorragend Fußball spielen können. Neun Punkte – das sagt doch schon alles. Das ist uns Warnung genug“, spricht Rechtsverteidiger Clemens Fritz mit viel Respekt vor den Mainzern: „Die werden versuchen, aus einer Kompaktheit heraus vorne reinzustoßen.“

Das Gegenmittel hat Fritz parat: Der Gegner muss bearbeitet werden, darf keine Zeit zum Luftholen haben. „Wir müssen draufgehen, die Räume schließen und in die Zweikämpfe gehen. Wir wollen von Anfang an zeigen, dass wir wach sind“, fordert der 29-Jährige.

Die Schlafmützigkeit wie zuletzt in der Champions League gegen Tottenham, als Werder nach 18 Minuten mit 0:2 zurücklag, dürfen sich die Bremer nicht wieder erlauben. Denn jedes Mal wird Werder einen Rückstand nicht wieder ausgleichen können. Das weiß auch Thomas Schaaf. „Wir müssen wieder begreifen, dass wir uns keine Auszeiten mehr erlauben können. Wir haben nicht das Recht, passiv zu sein oder eine Halbzeit zu verschlafen. Immer wenn wir das Heft in die Hand genommen haben, haben wir meistens am Ende auch gut ausgesehen und erfolgreich gespielt“, sagt der Bremer Trainer.

Mit Volldampf und voller Konzentration zu drei Punkten lautet also das Bremer Motto. Aber auch die Mainzer werden sich heute nicht verstecken. Das Selbstbewusstsein ist riesig, der Wille, das vierte Erfolgskapitel der Saison zu schreiben, groß. „Wir haben sehr viel Selbstvertrauen getankt“, weiß Trainer Tuchel: „Und wir werden auch in Bremen wieder Spieler bringen, die hungrig sind auf einen Sieg, die eine Überraschung erzwingen wollen.“

Natürlich hat Tuchel trotz der Euphorie großen Respekt vor Werder. „Die Bremer haben eine überragende Qualität. Hinzu kommt ihre Flexibilität. Die Hürde ist enorm hoch“, erklärte der 37-Jährige. Deswegen müsse sein Team „ein System finden, mit dem wir nicht nur den Gegner in den Griff bekommen und ausschalten können, sondern eines, dass es uns selbst noch ermöglicht, ihm offensiv wehzutun“, so der Mainzer Trainer.

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