Weg mit passiver Willkür

Bremen - Das passive Abseits ist ein aktives Ärgernis – das hat der vergangene Spieltag gezeigt. Hannover 96 war ein Leidtragender der Regel, aber auch das 2:0 der Dortmunder gegen Werder war strittig.

Grund genug für Trainer Thomas Schaaf, zum wiederholten Mal klare Kritik zu äußern. „Nicht die Regel als solche ist das Problem, sondern die unterschiedliche Auslegung durch die Schiedsrichter. Der eine macht‘s so, der andere so.“ Geschäftsführer Klaus Allofs fordert: „Man muss den Schiedsrichtern ermöglichen, die Regel einheitlich anzuwenden. Im Moment sind sie überfordert. Wir müssen wegkommen von passiv oder aktiv. Das sehen alle Aktiven so.“

Das Abseits ganz abzuschaffen, wäre aber Nonsens. „Es ist ein wichtiger Punkt im Fußball“, sagt Schaaf. In Trainingseinheiten lässt er schon mal ohne Abseits agieren. Für Abwehrspieler Naldo eine Katastrophe: „Die Stürmer stehen dann nur vorne rum.“ · csa

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