Die beiden Werder-Profis sprechen sehr ungern über ihren nahenden Abschied / Finne feiert eine Tipp-Premiere

Pasanen und Jensen erlauben keine Blicke in die Seele

Lang, lang ist’s her: Im Sommer 2004 präsentierte Werder-Trainer Thomas Schaaf (Mitte) seine beiden Neuzugänge – den finnischen Abwehrspieler Petri Pasanen (links) und den dänischen Mittelfeldmann Daniel Jensen. ·

Bremen - Immerhin gab’s eine Premiere. Seit sieben Jahren ist Petri Pasanen (30) nun bei Werder Bremen. Und gestern nahm er auf dem Weg vom Trainingsplatz zur Kabine zum allerersten Mal am Bundesliga-Top-Tipp teil, prophezeite die Ergebnisse des vorletzten Spieltags.

„Ich habe es vorher nicht gemacht, weil ich es nicht wollte. Aber ich hatte es für diesmal versprochen“, sagte der Finne trocken. Stehenbleiben wollte er aber nicht – und mehr sagen als 2:1, 3:3 oder 1:4 auch nicht.

Pasanen spricht nicht gerne über die nahende Trennung von Werder und darüber, wie es ihm dabei geht – ob er wehmütig, traurig oder angespannt ist. Am Samstag gegen Dortmund bestreitet er sein letztes Heimspiel im Weserstadion, eine Woche später gibt er in Kaiserslautern seine Abschiedsvorstellung im Bremer Trikot. „Gedanken an das bevorstehende Ende hatte ich erstmals nach dem Pauli-Spiel. Da stand ich und habe gedacht: ,Nur noch drei Spiele‘“, sagte Pasanen kürzlich in einem Interview mit „werder.de.“

Petri Pasanen

Weitere Blicke in seine Seele oder seine Zukunftsplanungen gönnt der zurückhaltende Finne der Öffentlichkeit nicht. Immerhin erzählte er – entgegen seiner Natur – noch die eine oder andere private Anekdote. Zum Beispiel, dass er noch nie geangelt hat – obwohl er dies vor der Saison in den obligatorischen Fragebögen oft als Hobby angegeben hat. „Das wollen die Leute doch von einem Finnen hören“, meinte Pasanen: „Durch die Fragebögen ist es sogar so gekommen, dass ich ständig Angelzubehör geschenkt bekomme und Tipps kriege, wo die besten Stellen zum Fischen sind.“ Zudem verriet er im Interview, was seine „Hinterlassenschaft an die nachfolgenden Generationen“ bei Werder ist: „Die Sauna in unserer neuen Kabine. Als die Ostkurve umgebaut und die neue Kabine geplant wurde, habe ich darum gebeten, mich um die Sauna kümmern zu dürfen. Ich habe dann ein paar Dinge empfohlen und sie in Finnland besorgt.“

Daniel Jensen

Mit dem Verteidiger verlässt am Saisonende noch einer weiterer, langjähriger Weggefährte den Verein. Wie Pasanen ist Daniel Jensen seit 2004 Bremer. Mit Aaron Hunt sind die Beiden die dienstältesten Werder- Profis. Wie Pasanen spricht der Däne kurz vor seinem Abschied höchst ungern über seinen Gemütszustand. „Das jetzt zu machen, wo ich hier stehe, wäre zu kurz“, sagte Jensen gestern auf dem Parkplatz am Weserstadion.

Thomas Schaaf in guten wie in schlechten Zeiten

14 Jahre Thomas Schaaf bei Werder Bremen

Ob der 31-Jährige überhaupt noch mal für Werder aufläuft, ist extrem fraglich. Nach seinem Knochenödem im Knie ist er zwar endlich wieder schmerzfrei und kann trainieren, bislang hat ihn Coach Thomas Schaaf aber noch nicht in den Kader berufen. „Ich war viel verletzt, eigentlich ist das ganze Jahr weg. Und ich weiß nicht, ob ich gegen Dortmund wieder dabei bin“, sagte Jensen gestern und klang ziemlich frustriert, fast schon resignierend. Für ihn sei es „jetzt besonders wichtig, dass ich mich jeden Tag verbessere. Natürlich fehlt mir die Spielpraxis, die würde ich mir gerne holen.“

Was nach seiner Zeit bei Werder kommt, weiß Jensen noch nicht: „Es gibt noch nichts Konkretes.“

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