Tendenz negativ: Hunt rechnet mit seinem Ausfall

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Bremen - von Carsten Sander.  Werder Bremen muss im letzten Spiel des Jahres sehr wahrscheinlich auf Aaron Hunt verzichten. Der Mittelfeldspieler hat sich einen „minimalen Faserriss“ in der rechten Wade zugezogen.

Der Ausfall des 27-Jährigen würde die Bremer hart treffen. Denn Hunt war zuletzt immer so etwas wie der Farbtupfer im tristen Fußballgrau des SV Werder. Wenn es vorne gefährlich wurde, hatte er eigentlich immer seine Füße im Spiel. Wie zuletzt bei der 2:3-Pleite in Berlin, wo er erst als Torvorbereiter, dann als Torschütze glänzte. Verloren hat Werder dennoch – was soll erst werden, wenn auch noch Hunt fehlt?

Der Mittelfeldspieler weiß um seinen Wert für das Bremer (Offensiv-)Spiel. Und er weiß auch um die Bedeutung der Partie gegen Leverkusen. „Wir müssen gewinnen, um noch vor Weihnachten ein bisschen die Kurve zu kriegen“, erklärt Hunt. Seit fünf Spielen ist Werder ohne Sieg – in den vergangenen zehn Partien gelang nur ein dreifacher Punktgewinn. Dafür und für die ungeheure Zahl an Gegentoren (schon 37) hatte Hunt die eigenen Kollegen in den Senkel gestellt. „Woche für Woche die gleiche Scheiße“, hatte er in Berlin geschimpft. Mittlerweile klingt er wieder deutlich moderater. „Wir haben uns kaputt gemacht, was zunächst ganz gut aussah“, bilanziert Hunt die noch nicht ganz abgeschlossene Hinrunde. Zur Mitte der Halbserie habe man noch mit der Punktausbeute zufrieden sein können, „aber jetzt nicht mehr. Mit 16 Punkten kann niemand einverstanden sein.“ Drum müssten gegen Leverkusen nochmal drei Zähler eingefahren werden. Ein ehrgeiziger Plan, schließlich ist die Werkself Vize-Herbstmeister. „Ein wirklich gutes Team, seit Jahren gewachsen“, meint Hunt.

Werder dagegen hat hauptsächlich Teamgeist zu bieten, aber nicht annähernd so viel fußballerische Qualität wie Leverkusen. Und mit Hunts Ausfall geht von dem Wenigen viel verloren. „Ein bisschen Hoffnung habe ich aber noch, dass es doch klappt“, sagt er und skizziert, wie es laufen müsste: „Um spielen zu können, muss ich am Freitag trainieren, sonst geht es nicht.“ Heißt also: Heute wird er sich noch pflegen und morgen entscheiden. Trainer Robin Dutt würde sogar noch einen Tag länger warten, ehe er die Hoffnung aufgibt: „Die medizinische Abteilung unternimmt alles, um Aaron fit zu bekommen. Eine Entscheidung fällt erst kurz vor dem Spiel.“

Hunt kann wieder nicht mittrainieren

Anders bei Nils Petersen. Auch der Stürmer – mit sieben Torbeteiligungen gemeinsam mit Hunt der beste Scorer im Team – hatte über muskuläre Probleme geklagt und zwei Tage pausiert. Gestern absolvierte er aber ein dosiertes Programm auf dem Platz, blieb beschwerdefrei. „Das macht Hoffnung, dass es bei ihm schneller geht als bei Aaron“, sagt Dutt. Heute will Petersen wieder normal trainieren. n csa

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