Der Brasilianer mag nicht versprechen, bis zum Saisonende in Bremen zu bleiben

Packt Naldo sogar schon im April seine Koffer?

Zukunft völlig ungewiss: Naldo kann sich sogar vorstellen, Werder noch vor Ablauf der aktuellen Saison Richtung Brasilien zu verlassen. ·

Bremen - Das ist ein richtig dickes Ding! Naldo verlässt Werder Bremen vielleicht noch während der laufenden Saison. Auf die Frage, ob er definitiv bis zum Ende der Bundesliga-Spielzeit Anfang Mai bleibt, antwortete der 29-Jährige gestern: „Ich weiß es nicht. Das werden wir sehen.“

Laut brasilianischen Medien hat Naldos Berater sogar schon Gespräche mit Gremio Porto Alegre aufgenommen.

Seit Sommer 2005 ist der Brasilianer mittlerweile in Bremen und damit einer der dienstältesten Profis bei den Grün-Weißen. Doch die knapp siebenjährige Werder-Ära des bei den Fans so beliebten Brasilianers wird wohl enden. Zwar betonte er gestern, dass er an Stadt und Verein nach wie vor nichts auszusetzen hat („Ich bin doch schon so lange hier und fühle mich noch immer wohl“). Doch sein Heimweh und das seiner Familie scheint größer und größer zu werden. Zudem kann Naldo in Brasilien inzwischen ebenfalls sehr gut verdienen und sich ideal in den Fokus und den Notizblock von Nationaltrainer Mano Menezes spielen. Bei Werder ist noch völlig unklar, ob der Club in der kommenden Saison international spielt und Naldo so im Blickpunkt ist wie die Legionäre der europäischen Top-Vereine. Die Teilnahme an der WM 2014 im eigenen Land ist der große Traum des viermaligen Nationalspielers, dessen letzter Einsatz in der „Selecao“ allerdings schon fast fünf Jahre zurückliegt – am 8. Juli 2007 beim 6:1 gegen Chile.

Fotos vom Training am Mittwoch

Gummipuppen beim Training von Werder Bremen

Wie sehr es ihn zurückzieht nach Südamerika, war in der Winterpause deutlich geworden. Naldo wollte unbedingt das Angebot des SC Internacional Porto Alegre annehmen, doch der brasilianische Erstligist bot Werder nur drei Millionen Euro Ablöse – zu wenig für die Bremer. In dieser Woche betonte der 29-Jährige dann erneut, dass er sich eine Rückkehr im Sommer vorstellen kann.

Dass sogar ein schnellerer Transfer möglich ist, liegt an der Wechselfrist in Brasilien. Dort ist das Transferfenster noch geöffnet. Passend dazu: Naldo bekräftigte gestern erneut, sich lieber heute als morgen mit Werder-Sportchef Klaus Allofs an einen Tisch setzen zu wollen. „Nächste Woche oder vielleicht auch schon am Wochenende kommt mein Berater nach Bremen. Und dann müssen wir mit Klaus sprechen“, sagte der Innenverteidiger. Klingt ganz nach einem baldigen Abschied, wenngleich Naldo versicherte, noch kein konkretes Angebot aus der Heimat vorliegen zu haben: „Ich habe nichts gehört.“

Allofs hatte immerhin Gesprächsbereitschaft signalisiert, sollte eine Offerte eintrudeln, die Werders Vorstellungen entspricht: „Wenn da ähnliche Summen wie bei Wesley geboten werden, kann das ein Thema sein.“ Naldos Landsmann war im Winter für sechs Millionen Euro, die in drei Raten à zwei Millionen fließen, an Palmeiras Sao Paulo verkauft worden.

Dass Naldo seinen 2013 auslaufenden Vertrag bei Werder noch mal verlängert, ist angesichts seiner deutlich geäußerten Abwanderungsgedanken ganz schwer vorstellbar. Mit Allofs hat der Brasilianer über diese Möglichkeit jedenfalls „noch gar nicht gesprochen“. · mr

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