Schaaf über das Topspiel und das Thema Herbstmeisterschaft

„Packend bis zum Schluss“

Klare Meinung: Thomas Schaaf.

Bremen (flü) · Wie die Spieler fiebert auch Thomas Schaaf dem Topspiel heute gegen Schalke entgegen. Was der Werder-Trainer über den Gegner denkt und was wichtig für das Spiel seiner Mannschaft ist, verrät der 48-Jährige im Interview.

?Herr Schaaf, Ihre Mannschaft ist jetzt seit 23 Pflichtspielen in Folge ungeschlagen. Allerdings gab’s in der Liga zuletzt vier Unentschieden in Folge. Wird‘s nicht mal wieder Zeit für einen Sieg?

!Natürlich würde ich am liebsten alle Spiele gewinnen. Doch ich muss auch sehen: Welchen Kader habe ich zur Verfügung? Kann ich das volle Programm ausschöpfen oder nicht? Fehlen uns Spieler, fehlt uns insgesamt natürlich auch Qualität. Auf der anderen Seite haben es die, die zuletzt auf dem Platz standen auch zum großen Teil geschafft, erfolgreich zu sein. Ohne einen Claudio Pizarro oder einen Mesut Özil hätten wir auch in Köln gewinnen können.

?Doch es hat nur zu einem 0:0 gereicht.

!Ja, weil die letzte Klarheit im Abschluss gefehlt hat. Wir müssen wieder mehr übers Tempo kommen, Fehler des Gegners erzwingen, nachlegen. Wir müssen die Möglichkeiten wieder besser heraus- und dann auch zuende spielen. Das wird jetzt gegen Schalke ein ganz wichtiger Punkt sein.“

?Wie stark schätzen Sie Schalke ein?

!Schalke spielt eine herausragende Saison und steht nicht umsonst an dritter Stelle. Sie haben eine sehr kompakte Mannschaft, die in Sachen Kampf und Einsatz alles aus sich herausholt.

?Erwarten Sie demnach ein echtes Spitzenspiel?

!Ich erwarte zumindest ein sehr, sehr interessantes Spiel. Schalke hat bewiesen, dass sie vor allem im Fitnessbereich sehr stark sind. Sie haben einige Spiele in den letzten Minuten noch umgebogen. Von daher, denke ich, wird es bis zum Schluss eine packende Partie werden. Die Frage wird sein, wer sich behaupten und durchsetzen kann.

?Mit einem Sieg über Schalke wäre Werder im Kampf um die Herbstmeisterschaft weiter dick im Rennen.

!Ganz ehrlich, mit so etwas beschäftige ich mich überhaupt nicht. Mit geht es viel mehr darum, vor den Spielen die für mich wichtigen Fragen zu beantworten: Wie kann ich den Kader bestücken? Wie sind die Spieler drauf? Lauern irgendwo Gefahren? Wir haben bisher eine gute Halbserie gespielt. Es macht Freude, der Mannschaft zuzuschauen, es macht Spaß, mit ihr zu arbeiten. Und vielleicht kann ich dann Weihnachten unterm Tannenbaum sagen: Mensch, wir haben was Tolles gezeigt und können uns jetzt tolle Ziele setzen. Das ist mir wichtig. Zwischentitel sind wertmäßig nicht so entscheidend.

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