Owomoyela warnt und lobt Werder / Großes Vertrauen in Pizarro

„Gegen Dortmund kannst du unter die Räder kommen“

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Im Rampenlicht: Patrick Owomoyela interviewt Claudio Pizarro – und im Hintergrund bekommt der Rasen des Weserstadions eine Portion Sonne aus der Steckdose.

Bremen - Heute wird es für Patrick Owomoyela ziemlich gruselig. Er feiert mit seinem Sohn Halloween. Deshalb verpasst der 35-Jährige auch das Duell seiner Ex-Clubs im Weserstadion (15.30 Uhr). Ein bisschen Schrecken verbreitet der Ex-Profi aber auch in Bremen. „Gegen Dortmund kannst du schnell mal unter die Räder kommen“, warnt Owomoyela, macht Werder allerdings auch ein bisschen Mut: „Man kann Dortmund schlagen, man sollte es aber nicht erwarten.“

Es ist ein bisschen Zufall, dass Owomoyela ausgerechnet in der Woche vor dem BVB-Gastspiel Werder besucht. Es geht ihm nämlich nicht ums Spiel, sondern um Claudio Pizarro. Mit dem Peruaner ist er zu einem längeren Dreh verabredet. Owomoyela hat nach seinem Karriereende 2014 die Seiten gewechselt, arbeitet als Sky-Experte und produziert Filme für die Deutsche Fußball-Liga (DFL). So wie jetzt mit Pizarro. Das Ergebnis nutzt die DFL im Internet, um im Ausland für die Bundesliga zu werben.

„Ich finde es schön, dass Claudio noch mal für Werder spielt“, sagt Owomoyela, der Bremen just verließ, als Pizarro 2008 das erste Mal an die Weser zurückkehrte. „Wir haben uns quasi die Klinke in die Hand gegeben“, erinnert sich „Owo“ und fügt noch schmunzelnd an: „Er hat damals den Dienstwagen, den ich bestellt hatte, bekommen.“ Es wird ein schneller Volkswagen gewesen sein, denn Owomoyela liebt schnelle Autos. Um Schnelligkeit geht es aktuell auch bei Pizarro. Die ist ihm mit 37 Jahren etwas abhanden gekommen. Doch Owomoyela findet es falsch, nun nach Schwächen bei Pizarro zu suchen: „Es wäre doch Blödsinn zu denken, dass Claudio noch 15 Tore schießt. Aber er wird treffen, Tore vorbereiten – und die Mannschaft und der Club werden von seiner Erfahrung profitieren.“

Gerade das könne Werder aktuell sehr gut gebrauchen, glaubt Owomoyela: „Die Mannschaft ist doch sehr jung und bis auf einige wenige sehr unerfahren.“ Da seien Leistungsschwankungen völlig normal, und selbst eine Niederlagenserie wie zuletzt könnte mal vorkommen. Wenngleich sich Owomoyela so etwas nicht an jedem Bundesliga-Standort vorstellen kann. „Woanders sind die Stühle heißer“, sagt der Ex-Nationalspieler: „Gerade bei Vereinen, die im Umbruch sind, wo alles wachsen muss, bekommt der Trainer oft kaum Zeit. Aber Viktor Skripnik hat man hier diese Zeit gegeben.“ Das sei das große Plus beim SV Werder, für den Owomoyela drei Jahre gespielt hat.

2008 zog es den rechten Verteidiger zu Borussia Dortmund, weil er bei Werder kein Stammspieler mehr war. Der Wechsel lohnte sich. Owomoyela wurde mit dem BVB zwei Mal Deutscher Meister (2011 und 2012) und ein Mal DFB-Pokalsieger (2012). Er plagte sich allerdings mit diversen Verletzungen herum, deswegen war für ihn nach der Saison 2012/13 in Dortmund Schluss.

Sein Herz schlägt längst mehr schwarz-gelb als grün-weiß. „Ich bin Dortmund einfach näher, weil ich die halbe Mannschaft noch kenne“, sagt er: „Bei Werder ist nur noch Clemens Fritz, mit dem ich zusammen gespielt habe. Und Torsten Frings und Christian Vander sind Co-Trainer.“ Denen wünscht er heute zwar alles Gute, tippt aber trotzdem gegen Werder: „Dortmund kommt mit voller Kapelle, deswegen werden sie gewinnen – 2:1 oder 3:2.“

kni

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