Orange gehört in die Mottenkiste

Claudio Pizarro im Zehn-Gegentore-Trikot. ·

Werder-Bremen - 16 Punkte sammelte Werder in der Hinrunde nach Rückständen. Das ist absolute Liga-Spitze. Sowohl in Hoffenheim (2:1), Mainz (3:1) und Augsburg (1:1), als auch zu Hause gegen Freiburg (5:3), Hertha (2:1) und Köln (3:2) sprang am Ende ein Sieg oder zumindest eine Punkteteilung heraus.

Dieser Wert ist zwar beachtlich, deckt aber gleichzeitig eine große Schwäche der Bremer auf. Die Schlafmützigkeit in der Anfangsphase kostete nicht nur einige Nerven, sondern auch Punkte, denn alle elf Rückstände, denen die Grün-Weißen hinterherrannten, konnten nicht gedreht werden.

10 Gegentore in Orange. So ändern sich die Zeiten. Wurde die von den Fans verpöhnte Farbe in der „Double“-Saison 2004 noch zum Symbol für Erfolg, war sie in dieser Hinrunde die Versagertracht schlechthin. Nur in Gelsenkirchen und in Mönchengladbach spielten die Bremer im leuchtenden Dress – jeweils setzte es ein 0:5. Dieses Trikot gehört in den Altkleidersack.

2265 Polizeibeamte waren bei den acht Heimspielen im Bremer Weserstadion insgesamt im Einsatz. Außerdem wurden 20 Straftaten im und um das Stadion gezählt. Beide Werte sind im Vergleich zum vergangenen Jahr nahezu gleich geblieben.

48 Unfairnesspunkte – pfui! Damit liegen die Grün-Weißen in der Fairnesstabelle auf Platz 14. Dieser negative Wert liegt vor allem an den drei roten Karten für Marko Arnautovic, Tim Wiese und Aaron Hunt. Der fleißigste Sammler war allerdings Sokratis, der neben fünf gelben Karten auch eine Gelb-Rote Karte in seiner Akte stehen hat. Das muss besser werden, liebe Bremer! Nicht nur, dass die langen Sperren weh tun – es möchte auch niemand mehr vom „SV Widerlich“ lesen.

11 Millionen Euro blätterte Arsenal London für Werders Abwehr-Riesen Per Mertesacker hin. Die finanzielle Notwendigkeit auf der einen Seite warf auf der anderen Seite die Frage nach der sportlichen Auswirkung auf: Ein knappes halbes Jahr und 13 Ligaspiele nach dem Verlust des Nationalspielers lässt sich sagen: Merte wird nicht so richtig vermisst, auch weil Naldo wieder da ist. Dennoch stehen 26 Gegentore in diesen Partien. Wie viele wären es wohl mit Su-Per? Man weiß es nicht.

117,2 Kilometer sind die Bremer Spieler durchschnittlich pro Spiel gelaufen. Damit belegt die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf wie in der Liga Platz fünf. Doch Laufen alleine reicht nicht. Die Spieler des SC Freiburg sind zwar die fleißigsten Kilometerfresser (120,2) der Liga, aber dennoch Letzter. Es gilt eben, die wichtigen Wege zu machen.

21 Stürmertore – Wow, ein toller Wert für Pizarro & Co. Zwölf Mal war der Peruaner erfolgreich, Markus Rosenberg traf fünf Mal ins Schwarze und Marko Arnautovic lochte immerhin vier Mal ein. Nur der FC Schalke hat noch mehr Stürmertore auf dem Konto. Doch wie so oft hat die Medaille auch hier eine Kehrseite. Nur acht Treffer von anderen Spielern ist ein ziemlich schwacher Wert und zeigt, dass gerade das Mittelfeld kaum Torgefahr ausstrahlt. Einzig Aaron Hunt (drei Tore) hat mehr als einmal getroffen.

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