Allofs sauer: „Überflüssig wie nichts anderes“

Olympia war für Affolter ein Eigentor

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Francois Affolter

Bremen - Bei den Olympischen Spielen in London ist Francois Affolter mit der Schweizer Mannschaft grandios gescheitert. Ein Unentschieden, zwei Niederlagen, Aus in der Vorrunde. Und das Schlimmste: Affolter hat nur einmal gespielt.

Dafür hat er es in Kauf genommen, den Groll von Werder-Chef Klaus Allofs abzubekommen. „Das hat sich ja richtig gelohnt“, sagte er über Affolters London-Trip, und die Ironie tropfte aus seinen Worten wie der Honig vom Brötchen.

Affolter (21) hat sich mit seinem Olympia-Abstecher zwar einen persönlichen Traum erfüllt, seine Position bei Werder aber weiter verschlechtert. Vier Wochen Vorbereitung hat der Innenverteidiger verpasst, und Allofs wundert sich immer noch, dass Affolter das Risiko eingegangen ist. „Die Olympischen Spiele sind für uns Fußball-Clubs überflüssig wie nichts anderes. Für andere Sportler sind sie sicherlich das Größte, was es gibt. Für Fußballer ist das aber die WM.“

Allerdings hatte sich Affolter vorher bei Thomas Schaaf das Okay für die Olympia-Teilnahme geholt. Der Cheftrainer hatte ihn ziehen lassen, weil er nicht auf ihn setzen würde, hatte Affolter berichtet. Die Spiele sollten für ihn zur Bühne werden. Es ging schief. Nun kommt er zurück nach Bremen und fliegt am Sonntagabend mit ins Trainingslager nach Donaueschingen. „Da kann er dann auf sich aufmerksam machen“, meinte Allofs, der nicht an eine Trennung noch während der Sommer-Transferfrist glaubt: „Die Situation hat sich durch den Abgang von Naldo leicht verändert. Das Wahrscheinlichste ist, dass Francois seinen Vertrag erfüllt.“ Bis Jahresende ist Affolter von Young Boys Bern ausgeliehen. Dorthin zurück will er nicht. · csa

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