Trio muss gegen Enschede passen / Schaaf liebäugelt mit Rückkehr zum Erfolgssystem / Jensen hofft

Ohne Wiese, Fritz, Pasanen – aber mit Raute?

D. Jensen

Bremen - (flü/mr) · Erst das Pokal-Aus bei Bayern München (1:2), dann der Rückschlag in der Bundesliga gegen Nürnberg (2:3): Nach zwei Niederlagen in Folge muss sich bei Werder etwas ändern – und Thomas Schaaf fing gestern Nachmittag im Abschlusstraining damit an.

Der Coach zog die finale Vorbereitung auf das Champions-League-Spiel heute (20.45 Uhr) gegen den niederländischen Meister und aktuellen Tabellenführer Twente Enschede ganz anders auf: Spielformen und dazwischen immer wieder lange Anweisungen statt Fünf-gegen-Zwei. „Wir haben Dinge geübt, die wir morgen umsetzen wollen. Das ist wichtig“, sagte Stürmer Claudio Pizarro.

Abschlusstraining am Montag

Abschlusstraining am Montag

Doch damit nicht genug. Im abschließenden Spiel trat die A-Mannschaft mit einer Mittelfeld-Raute an. Denkbar, dass Schaaf heute zum Erfolgssystem der vergangenen Jahre zurückkehrt. „Es ist sicherlich ein Mittel“, sagte der Bremer Coach, der gestern in der zentralen offensiven Rolle überraschend Daniel Jensen einsetzte. Der Däne, sonst eher auf der Ersatzbank „zu Hause“, wurde ständig als Anspielstation gesucht. Für ihn selbst war die Beförderung aber kein klarer Fingerzeig in Richtung Anfangsformation: „Das haben wir schon mal so trainiert“, meinte Jensen, der „natürlich gerne spielen“ würde.

Diese Hoffnung mussten Keeper Tim Wiese sowie die Verteidiger Clemens Fritz und Petri Pasanen gestern begraben. Pasanen plagt sich weiter mit Oberschenkelproblemen herum – Fritz auch: „Ich war heute Morgen noch mal beim Arzt, es wird nichts“, stöhnte der 29-Jährige, der nun am Sonntag in Stuttgart sein Comeback anstrebt. Genau wie Wiese: „Der Doktor hat gesagt, ich soll lieber noch einen Tag warten“, meinte der Bremer Stammkeeper, der nach seiner Bänderdehnung im Knie erst heute „wieder mit dem Ball arbeiten“ will: „Nur Kraftraum und Laufband: Das geht mir auf den Keks.“

Vertreten wird Wiese gegen Enschede erneut von Sebastian Mielitz. Der 21-Jährige ist vor seinem vierten Startelf-Einsatz in Folge überhaupt nicht nervös: „Ich bin so langsam im Rhythmus drin. Aber natürlich ist das noch mal ein Highlight.“

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