„Keiner kann die Position so umsetzen wie er“

Ohne Hunt? Daran will Dutt noch gar nicht denken

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Bremen - Beim Gedanken daran entfuhren Robin Dutt gestern gleich mehrere Seufzer. Ein Ausfall von Aaron Hunt, bemerkte der Werder-Trainer in der gestrigen Abschluss-Pressekonferenz vor dem morgigen Heimspiel gegen Bayer Leverkusen, „hat uns in diesem Jahr gerade noch gefehlt“.

Ein „großes Fragezeichen“ stehe hinter dem derzeit wohl wertvollsten Bremer Offensivspieler. Fällt der 27-Jährige wegen seines kleinen Muskelfaserrisses aus, „kann keiner seine Position so umsetzen wie er“, weiß Dutt – und denkt für diesen Fall über eine System-Umstellung nach.

Also mal wieder eine neue Taktik  – das wäre nichts Außergewöhnliches für Werder, doch gerade darin sieht Dutt einen Grund für die aktuell bedrohliche Situation des Tabellen-14.: „Unser Problem dieses Jahr ist, dass wir nie die Situation haben, in der jemand eins zu eins die Aufgabe übernehmen kann, wenn ein gewisser Spieler ausfällt, sondern dass wir immer auch in der Grundordnung etwas verändern müssen.“

Es könne daher passieren, dass Hunts Position im offensiven Mittelfeld-Zentrum „einfach wegfällt“, schilderte Dutt. Mehmet Ekici oder Franco Di Santo jedenfalls traut er diese Rolle nicht zu, denn „sowohl ,Memo‘ als auch Franco sind andere Typen.“ Das allein wäre noch keine Katastrophe, denn gegen eine „Top-Mannschaft“ wie Leverkusen könne es durchaus ratsam sein, „einen zentralen Mittelfeldspieler ein paar Meter weiter hinten aufzustellen“. Dutt befürchtet allerdings den „herben Verlust“ Hunts und dessen „Mitwirken in der Defensive, die Balleroberungen in der eigenen Hälfte, diese Mischung, viel unterwegs und trotzdem so torgefährlich zu sein. Das kann ich keinem Einzelnen auferlegen, das muss ich auf viele Schultern verteilen“, fordert der 48-Jährige eine Kompensation durch das Kollektiv: „Wir würden versuchen, es über Teamgeist und Mentalität wettzumachen – aber ich hoffe, ich stehe nicht vor dieser Wahl.“

Denn noch klammert sich der Trainer an den heutigen Testlauf des Vizekapitäns. Doch selbst im Fall einer positiven Überraschung muss er sich den Entschluss bis unmittelbar vor dem Spiel offenhalten: „Es wird eine kurzfristige Entscheidung.“

Festgelegt hat sich Dutt hingegen bei Sebastian Prödl: „Basti hat diese Woche komplett trainiert, ist beschwerdefrei und wird am Samstag auf jeden Fall im Kader sein.“ Natürlich spüre der Österreicher nach einem Muskelfaserriss samt sechswöchiger Zwangspause noch die Belastung, aber Dutt ist „sehr dankbar dafür“, nun wieder eine Alternative in der Innenverteidigung zu haben. Ob es für die Startelf reicht, wollte er vor dem heutigen Abschlusstraining noch nicht abschätzen.

Nils Petersens Platz in der ersten Formation scheint hingegen sicher: Der Stürmer hatte zuletzt wegen muskulärer Probleme pausiert, stieg gestern wieder komplett ein und zeigte „eine gute Trefferquote“ im Torschuss-Training, wie Dutt beobachtet hatte. „Danach habe ich mich mit ihm unterhalten, und er sagte mir, dass er überhaupt keine Beschwerden verspürt“, berichtete er über den Mann, der mit Hunt ganz oben in Werders Scorerliste steht. Nun hofft Dutt, dass beide schon morgen in dieser Kategorie weiter punkten. · ck

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