Werder vor der schwierigen Aufgabe

Ohne Glück, mit Warnung

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Mahner, Warner, aber auch Optimist: Werder-Coach Thomas Schaaf glaubt, dass seine Mannschaft aus dem Augsburg-Desaster gelernt hat. ·

Bremen - Auf eines sollte sich der SV Werder morgen beim Bundesliga-Spiel in Fürth (15.30 Uhr) auf keinen Fall verlassen: auf Glück. Das ist für die Bremer an kaum einem Ort so aufgebraucht wie dort. Wem das als Warnung noch nicht genügt, dem wird Thomas Schaaf helfen.

Der Werder-Coach wird seinen Spielern nicht nur Szenen von der 4:0-Gala vor knapp einer Woche gegen Mönchengladbach zeigen, sondern auch Bilder von der 1:3-Blamage einen Spieltag zuvor in Augsburg. Denn Fürth gilt als Augsburg-Klon – also als Abstiegskandidat, der nur fünf Punkte auf dem Konto hat und noch auf seinen ersten Heimsieg wartet.

„So entschlossen wie die Augsburger aufgetreten sind, wie sie uns in Not gebracht haben – so kann das auch von Fürth kommen“, warnt Schaaf und lobt den noch heimtorlosen Aufsteiger für „seinen unheimlichen Einsatz, seine unheimliche Begeisterung und seinen unheimlichen Willen – von der ersten bis zur letzten Sekunde“. In vielen Spielen habe nur die Belohnung gefehlt: „Aber sie haben ihren Gegnern das Leben verdammt schwer gemacht. Wir dürfen uns von der Tabelle nicht blenden lassen.“

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In Augsburg haben die Bremer das gemacht und sich vom Tabellenletzten düpieren lassen. „Diese Erfahrung war nicht so angenehm“, erinnert sich Schaaf, „aber ich denke, dass man daraus lernt.“ Den ersten Lerneffekt gab es gegen Gladbach zu bewundern, Werder schoss den Gast hochkonzentriert vom Platz. Die Marschroute in Fürth soll ähnlich sein. „Wir müssen uns die Möglichkeit, nach vorne zu spielen, in der Defensive holen“, sagt Schaaf. Der 51-Jährige sieht bei allem öffentlichen Lob für die tolle Offensive den Schlüssel für den langfristigen Erfolg in einem kollektiv starken Abwehrverhalten. Das ist auch eine Einstellungssache – gerade, wenn es zu einem Tabellenvorletzten geht. „Sicher ist man da nie“, gesteht Schaaf.

Mit der Sicherheit ist das in Fürth ohnehin so eine Sache. Am 3. Februar 2004 lag Werder dort in der Nachspielzeit in Unterzahl mit 1:2 zurück und zog doch noch ins Pokal-Halbfinale ein – ohne Verlängerung wohlgemerkt. Johan Micoud („Solche Tore hat früher nur Gerd Müller geschossen“) hatte ausgeglichen, Ivan Klasnic Sekunden später das Siegtor erzielt. „Wir hatten dieses Glück heute nicht verdient“, sagte Werder-Boss Klaus Allofs damals: „Ich habe regelrecht Mitleid mit Greuther Fürth.“ · kni/mr

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