Özil-Wechsel perfekt

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Bremen (kni/flü) - Der Wechsel von Mesut Özil von Werder Bremen zu Real Madrid ist so gut wie perfekt. Der Bremer Mittelfeldspieler fehlte am Dienstag beim Abschlusstraining vor der Partie gegen Sampdoria Genua. Nach Informationen der Kreiszeitung haben sich Werder und Real gestern Mittag auf einen Wechsel des Nationalspielers geeinigt.

Lediglich die Unterschriften unter den Verträgen standen noch aus. Werder bestätigte den Wechsel am Nachmittag. Über die Höhe der Ablösesumme machten beide Seiten keine Angaben, sie wird aber von der spanischen Sporzeitung "AS" auf 15 Millionen Euro geschätzt. Özil soll einen Kontrakt bis 2015 unterschreiben. „Wir respektieren damit Mesuts Wunsch, schon jetzt den nächsten Schritt in seiner Karriere zu gehen“, sagte Werders Clubchef Klaus Allofs in einer Mitteilung des Vereins. Ob Diego nun aus Turin zurückkommt, wurde der Werder-Boss gefragt:„Die Gehälter können wir nicht zahlen. So reizvoll es ist, wirtschaftlich ist es nicht möglich.“

Özils Karriere in Bremen: Eine Bilderstrecke

Mesut Özil in Bremen

Özil war gegen kurz vor zwei Uhr von der Kabine direkt in die Geschäftsstelle der Bremer gegangen und hatte das Stadiongelände kurz darauf verlassen. Der 21-Jährige kehrte zu Trainingsbeginn um 15.30 Uhr nicht auf den Platz zurück - ein sicheres Indiz für einen bevorstehenden Wechsel zum spanischen Erstligisten.

Es musste jetzt etwas passieren, um alles wieder zu beruhigen“, meinte Bremens Vorstandsvorsitzender, der die letztlich geräuschlose Einigung so erklärte: „Es hat geklappt, weil einfach mehr Geld geboten wurde.“

Real Madrid hatte den Bremern ein neues Angebot vorgelegt, über das am Mittag verhandelt wurde. Mesut Özil ist nach Sami Khedira der zweite deutsche Nationalspieler, der nach der erfolgreichen WM in Südafrika zu den Königlichen wechselt.

Zur Sache: Deutsche Spieler bei Real Madrid

Mesut Özil ist der achte deutsche Spieler, der das Trikot von Real Madrid überstreifen wird. Den Anfang bei den Königlichen machte 1973 ein anderer Spielmacher. Günter Netzer absolvierte bis 1976 85 Spiele (9 Tore) für Madrid. Auf ein Spiel weniger (10 Tore) kommt Paul Breitner, der von 1974-1977 für die Madrilenen das Trikot trug. Die meisten Einsätze bestritt allerdings Uli Stielike. Er blieb von 1977 bis 1985 in der spanischen Hauptstadt und kam auf 215 Spiele (41 Tore). Nach ihm trugen noch Bernd Schuster von 1988 - 1990 (62 Spiele / 13 Tore), Bodo Illgner von 1996 - 2001 (91 Einsätze) sowie Christoph Metzelder von 2007 bis 2010 (23 Einsätze). Vor Özil wechselte bereits Sami Khedira vom VfB Stuttgart zu Real.

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