Werder-Star ist heiß auf Frankfurt

Özil: „Ich habe wieder die Energie“

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Unter Volldampf nach Frankfurt: Werder-Profi Mesut Özil hat sich für den Start in die Rückrunde einiges vorgenommen.

Werder-Bremen - Von Björn Knips · Für Mesut Özil läuft’s wie geschmiert – auch was sein Geschäft als Werbeträger betrifft. Nach Sportausrüster Nike hat sich nun auch Ferrero die Dienste des Nationalspielers gesichert. Özil ist in diesem Jahr einer von vier Nutella-Boys. Allerdings hat die Werbung für den Brotaufstrich den Betroffenen nicht immer Glück gebracht, es ist sogar vom Nutella-Fluch die Rede. Özil wird’s egal sein, ohnehin will er nur noch über Fußball reden. „Ich bin heiß auf Frankfurt“, sagt der 21-Jährige vor dem heutigen Rückrundenstart bei der Eintracht (15.30 Uhr) und fügt noch an: „Ich habe wieder die nötige Energie.“

Als Grund dafür nennt er übrigens nicht Nutella, wie es sich vielleicht sein neuer Werbepartner gewünscht hätte, sondern den Urlaub mit der Familie. „Die Zeit hat mir gut getan – genauso wie danach das Training in der Vorbereitung“, berichtet Özil. Dass er zeitgleich die Schlagzeilen mit seinem Vertragspoker beherrschte und nebenbei auch noch von den Bundesliga-Kollegen zum Spieler der Hinrunde gekürt wurde, hat er zwar zur Kenntnis genommen, „aber wenn ich auf dem Platz stehe, denke ich nur noch an Fußball. Dann will ich Erfolg haben.“

Am besten gleich heute beim Gastspiel in Frankfurt. Sein Vorhaben: „Ich bin topfit und will der Mannschaft helfen – mit Torvorlagen und gerne auch mit eigenen Toren.“ Dabei grinst Özil, als wollte er damit ausdrücken: Endlich rollt der Ball wieder, und er kann sportlich glänzen und muss nicht mehr irgendwelche Phrasen zu seiner Zukunft dreschen.

nJuventus-Offerte

nund Nutella-Fluch

Meldungen, dieser und jener Verein seien an ihm interessiert, wird er allerdings nicht verhindern können. Sollte Özil so gut wie in der Hinrunde spielen, wird er die Gerüchteküche sogar noch anheizen. Gestern berichtete die italienische Sportzeitung „Corriere dello Sport“, Juventus Turin hätte Werder für einen Wechsel von Özil eine Ablösesumme von acht Millionen Euro offeriert. „Uns liegt kein Angebot vor“, lautete prompt das Dementi von Bremens Mediendirektor Tino Polster. Fortsetzung folgt – ganz gewiss. Es sei denn, Özil verlängert in naher Zukunft vorzeitig seinen im Sommer 2011 auslaufenden Vertrag. Dann würde erst einmal Klarheit herrschen und Ruhe einkehren.

Bleibt noch der Nutella-Fluch. Kevin Kuranyi warb einst ebenfalls für die Schokocreme, mittlerweile ist der Schalker bei Bundestrainer Joachim Löw in Ungnade gefallen. Auch Jermaine Jones (Schalke), Benjamin Lauth (1860 München), Tobias Weis (Hoffenheim), Andreas Hinkel (Celtic Glasgow) und Tim Borowski (Werder) traten als Nationalspieler in entsprechenden Werbespots auf und haben das DFB-Trikot nur noch im Schrank hängen. Jetzt wurden die U 21-Europameister Benedikt Höwedes, Manuel Neuer (beide Schalke), Mats Hummels (Dortmund) und Özil verpflichtet. Gemeinsam standen sie in der Winterpause in Südafrika vor der Kamera – und hoffen jetzt, nicht wie ihre prominenten Vorgänger abzuschmieren.

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