Özil in Bewegung

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Traumtor gegen Freiburg: Mesut Özil.

Bremen (csa) - Klaus Allofs fand viele Worte für das immer gleiche Dementi. „Es ist nicht so weit“ und „Vielleicht wird das bald ’was“. Oder: „Wir hätten nichts dagegen.“

Der Werder-Chef musste am Samstag eine Meldung entkräften, die er am liebsten gar nicht entkräftet hätte. Es ging um Mesut Özil und dessen Vertragsverlängerung in Bremen. Die „Bild“-Zeitung hatte vor dem Sieg gegen den SC Freiburg berichtet, dass die Eckdaten ausgehandelt seien und Einigkeit zwischen den Parteien bestehe. Demnach würde Özil in Kürze seinen bis 2011 laufenden Vertrag vorzeitig um ein Jahr verlängern. Werder würde im Gegenzug das Gehalt des 21-Jährigen verdoppeln. Angeblich von 1,5 Millionen auf drei Millionen Euro.

Ob’s stimmt? Allofs sagte nicht ja, nicht nein. Er nannte die Vollzugsmeldung nur „etwas vorschnell“. Was in die Richtung interpretiert werden kann, dass die Tendenz passt, der Zeitpunkt aber nicht. Noch seien die Gespräche nicht beendet, betonte der Vorsitzende der Geschäftsführung. Aber es habe in den Positionen deutliche Annäherungen gegeben. „Beide Seiten“, sagte Allofs, „haben sich bewegt.“ Natürlich aufeinander zu. Und das könnte so aussehen: Die Özil-Fraktion hat ihre Position, vor der WM keine Entscheidung zu fällen, verlassen. Und Werder hat die Idee vom Dreijahresvertrag zur Seite gelegt. Der Kontrakt bis 2012 wäre ein Kompromiss, der mit Ausstiegsklauseln tragfähig gemacht wird. So lief’s einst bei Miroslav Klose, so funktionierte es zuletzt mit Diego.

Und jetzt Özil. Der 21-Jährige kommentierte die Berichterstattung des Wochenendes wenig bis gar nicht, sondern ließ Taten sprechen. Gegen Freiburg bot er eine überzeugende Leistung und erzielte ein Weltklasse-Tor zum 4:0. Es war überhaupt erst sein zweiter Treffer seit einem denkwürdigen Spiel im November 2009. Auch damals hieß der Gegner SC Freiburg, und Özil zog ganz groß auf. Ein Tor und vier Assists gingen beim 6:0 auf sein Konto. Danach schlitterte er in eine Krise, brauchte 13 Partien für die gleiche Anzahl an Treffern und Vorlagen. Vermutete Ursache: Die Vertragsverhandlungen. Angeblich sind selbige bald beendet, die Krise ist es schon.

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