Österreicher hat mit seinem Landsmann schon über einen Wechsel gesprochen

Werder will Baumgartlinger, und Junuzovic schwärmt

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Julian Baumgartlinger (links) im Duell mit seinem Kumpel Zlatko Junuzovic – das war am Samstag. Möglichweise spielen beide in der kommenden Saison für Werder.

Bremen - Der SV Werder setzt nicht nur auf die Jugend, der Bundesligist will sich auch mit erfahrenen Kräften verstärken. So steht Julian Baumgartlinger auf der Bremer Wunschliste: Der 27-Jährige hat 36 Mal das Trikot der österreichischen Nationalmannschaft getragen und 86 Bundesliga-Spiele für Mainz absolviert. Doch nun zieht es ihn offenbar weg vom Rhein, die Verhandlungen über eine Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrags stocken. Werder wittert seine Chance, ist dabei aber nicht ohne Konkurrenz. Auch Hannover 96 ist an dem Sechser dran – aus dem Ausland liegen ebenfalls Angebote vor.

„Julian wäre eine richtige Verstärkung für uns“, sagt Zlatko Junuzovic. Der Werder-Profi hat mit Baumgartlinger von 2009 bis 2011 bei Austria Wien gespielt: „Er hat vor der Abwehr alles abgeräumt und mir den Rücken freigehalten.“ Baumgartlinger ist ein Sechser, der in der Raute aber auch auf den Halbpositionen spielen kann. „Er würde sehr gut in unser System passen“, glaubt Junuzovic und ist nicht nur sportlich von seinem Landsmann total überzeugt: „Er passt auch charakterlich super in unsere Mannschaft.“

Junuzovic muss es wissen, denn Baumgartlinger ist für ihn mehr als nur ein Fußball-Kollege, er ist ein Freund: „Wir teilen uns bei der Nationalmannschaft das Zimmer, und wir waren schön öfter zusammen im Urlaub. Ich würde mich sehr freuen, wenn er nach Bremen kommt.“ Doch entschieden sei da noch gar nichts, sagt Junuzovic: „Natürlich haben wir uns darüber schon unterhalten. Aber näher möchte ich darauf nicht eingehen. Das ist seine Sache – und die von Werder.“

Erst am vergangenen Samstag haben sie sich zum letzten Mal gesehen – und das ausgerechnet im Bremer Weserstadion. Baumgartlinger war mit Mainz zu Gast, bot eine gute Partie und war mitverantwortlich für das verdiente 0:0. So richtig glücklich ist er mit seinem Verein aber nicht mehr. Ihm fehlt nach knapp vier Jahren bei den Rheinhessen die Wertschätzung, heißt es aus Mainz. Der Österreicher möchte mit 27 Jahren den Vertrag seines Lebens abschließen. Ob der FSV den bieten kann? Oder Werder? Zwar gilt Baumgartlinger als Leistungsträger, aber nicht als herausragender Spieler. Er ist vor der Abwehr ein guter Staubsauger, ein Balleroberer, aber nicht der filigrane Spieleröffner. Ganz im Gegensatz zu Nebenmann Johannes Geis, der von Topclubs wie Schalke und Mönchengladbach umworben wird. Für eine Ablöse von acht Millionen Euro dürfte Geis gehen.

Baumgartlinger wird eher dem Bundesliga-Mittelfeld zugeordnet, könnte aber mit seiner Erfahrung, ruhigen Art und robusten Spielweise eine echte Verstärkung für Werder darstellen. Auf Sicht als Nachfolger von Clemens Fritz auf der Halbposition oder als Herausforderer von Philipp Bargfrede, dem derzeit gesetzten Sechser.

Außerdem ist Baumgartlinger ablösefrei, passt damit bestens ins Beuteschema von Thomas Eichin. Der Werder-Sportchef lässt sich auch diesmal nicht in die Karten schauen. Es dürfte ohnehin schwierig genug werden, den Österreicher zu bekommen. „Julian wird viele Angebote haben“, glaubt Junuzovic: „Er bietet als ablösefreier Spieler einfach ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.“

Doch Geld ist nicht alles. Baumgartlinger hat bereits angedeutet, dass er nicht nach England möchte, sondern lieber in der Bundesliga bleiben will. Und Kumpel „Zladdy“ macht ihm einen Wechsel nach Bremen schmackhaft. „Hier hätte er ein gutes Leben“, sagt Junuzovic, der erst kürzlich selbst bis 2018 bei Werder verlängert hat.

kni/csa

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