Werder-Profi Junuzovic warnt Mainz

Der „Ösi“-Gipfel im Weserstadion

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Marko Arnautovic jubelt für Österreich.

Bremen - Nicht nur der SV Werder steht auf Österreicher, der FSV Mainz 05 auch. Deshalb kommt es am Sonntag (17.30 Uhr) im Weserstadion zum „Ösi“-Gipfel. Gleich fünf Alpenkicker werden von Beginn auf dem Platz stehen.

Duell der Freunde: In der österreichischen Nationalmannschaft kämpfen Zlatko Junuzovic (rechts) und Julian Baumgartlinger nur aus Spaß vor der Kamera um den Ball, in der Bundesliga wird es dagegen am Sonntag ernst. ·

„Das sind ganz schön viele für ein Bundesliga-Spiel“, staunt Zlatko Junuzovic – und der Werder-Profi schickt gleich mal eine nette Warnung gen Mainz: „Wir haben drei Österreicher, die nur zwei, das könnte den Ausschlag geben.“ Es ist gar nicht so lange her, da hat Junuzovic von derlei spaßigen Aussagen nicht mal zu träumen gewagt. Sein Club hieß Austria Wien. Teamkollege war ein gewisser Julian Baumgartlinger. „Wir haben immer gesagt: Die deutsche Bundesliga – da wollen wir gerne hin.“ Bei Baumgartlinger klappte es im Sommer 2011, Mainz holte den Mittelfeldspieler. Junuzovic musste sich noch ein halbes Jahr gedulden, ehe Werder zuschlug. „Dass wir hier gegeneinander spielen, das ist schon etwas Besonderes“, schwärmt Junuzovic: „Wir sind richtig gute Freunde, telefonieren zweimal die Woche und teilen uns bei der Nationalmannschaft das Zimmer.“

Wer ist stärker: Andreas Ivanschitz (links) oder Sebastian Prödl?

Eine Premiere ist das Duell allerdings nicht. Die fand im Frühjahr statt – und Junuzovic denkt mit Schrecken zurück: „Da ist noch eine Rechnung offen, wir haben 0:3 verloren.“ Damals war Junuzovic noch ein Bundesliga-Lehrling, nun ist der 25-Jährige ein Leistungsträger. Genauso wie seine Bremer Kollegen Marko Arnautovic und Sebastian Prödl. Auch Baumgartlinger und Ivanschitz spielen bei Mainz ganz wichtige Rollen. „Das ist sehr gut für Österreich. Dieses hohe Niveau in Deutschland tut uns Spielern gut. Das wird unsere Nationalmannschaft weiter auf Vordermann bringen“, glaubt Prödl und warnt Werder vor Landsmann Ivanschitz: „Er versucht ständig, sich davon zu schleichen. Aber er macht auch gerne das Spiel. Und seine Standards sind richtig gefährlich.“

Fotos vom Training

Werder trainiert am Donnerstag Spielpraxis

Ähnlich respektvoll äußert sich auch Junuzovic über Kumpel Baumgartlinger, den er natürlich „in- und auswendig kennt. Julian hat einen unglaublichen Willen, eine hohe Laufbereitschaft, und er ist sehr ballsicher.“ Attribute, die auch auf Junuzovic zutreffen. Bei Werder ist der offensive Mittelfeldspieler inzwischen selbst zum „Sechser“ geworden. In der Nationalamannschaft ist das noch anders. „Da hält Julian mir den Rücken frei. Das macht er richtig gut. Wir harmonieren prima“, lobt Junuzovic. Natürlich wird es vor dem Spiel noch einmal telefonischen Kontakt geben. Aber gewettet wird nicht. Dafür ist der Trikottausch fest vereinbart. Und Junuzovic hätte nichts dagegen, „wenn wir auch mal wieder zusammen in einem Verein spielen könnten“. Doch das ist Zukunftsmusik. Jetzt zählt für den Bremer „Ösi“ nur Werder: „Wir müssen gewinnen, um nach oben zu kommen.“

Da, wo sich gerade Mainz befindet. Die Rheinhessen belegen Platz sechs. Mit einem Sieg würde Werder (Platz elf) nach Punkten gleichziehen. Ebenso wie Junuzovic setzt dabei auch Teamkollege Prödl auf den Bremer Alpenfaktor: „Wir sind drei zu zwei in der Überzahl, das sollte sich auch im Ergebnis widerspiegeln.“ · kni

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