Obraniak heiß aufs Debüt

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Heute erstmals gemeinsam für Werder am Ball: Neuzugang Ludovic Obraniak (links) und Aaron Hunt. ·

Bremen - Wiedergutmachung für den Augsburg-Auftritt oder noch tiefer rein in den Abstiegssumpf? Das ist eine der interessanten Fragen vor Werders Heimspiel heute Nachmittag (15.30 Uhr) gegen den Tabellendritten Borussia Dortmund. Es gibt aber noch einige andere – und die Antworten gleich dazu.

Spielt Werder wieder so schlecht wie in Augsburg?

Eigentlich undenkbar. Die Bremer wollen mit aller Macht verhindern, es sich mit den Fans im Weserstadion zu verscherzen. Zumindest der Einsatz, beim 1:3 am vergangenen Samstag ungenügend, dürfte wieder stimmen. „Mit einfachen Mitteln wollen wir uns hoch- und die Fans mitziehen“, kündigt Stürmer Nils Petersen an. Trainer Robin Dutt glaubt, dass die nötige Wettkampfmentalität in der Woche zurückgekehrt ist: „Ich bin mir sicher, dass wir ganz anders auftreten.“

Wo spielt Ludovic Obraniak, wie kann er helfen – und wen verdrängt er?

Der Neuzugang aus Bordeaux brennt auf seinen ersten Einsatz für Werder. „Ich bin als Fußballer und nicht als Tourist hierher gekommen“, antwortete er auf die Frage, ob er schon ein bisschen was von der Stadt gesehen habe. Fit ist der Franzose, seinen konditionellen Zustand bezeichnet Trainer Dutt als „absolut in Ordnung“. In Frankreich spielte Obraniak meistens auf der rechten Mittelfeldseite – dort bleibt er wohl. Eljero Elia rotiert dann auf den linken Flügel. Zlatko Junuzovic rückt eventuell auf die „Sechs“, Franco Di Santo auf die Ersatzbank.

Im Abschlusstraining schoss Obraniak gestern mit seinem starken linken Fuß richtig gute Standards.

Dutt sieht den 29-Jährigen zwar als Soforthilfe – warnt aber davor, zu hohe Erwartungen auf ihn zu projizieren: „Er ist ein guter, erfahrener Spieler, der uns weiterbringt – aber nicht der alleinige Heilsbringer.“

Wie fit ist Aaron Hunt?

Offenbar zu 100 Prozent, die Knieprobleme sind verschwunden. Gestern während der Abschlusseinheit bei Sturm und Regen wirkte der Vizekapitän, seit Donnerstag wieder im Mannschaftstraining, überhaupt nicht mehr gehandicapt. Schießen, sprinten, Zweikämpfe – alles ging.

Wer ersetzt Santiago Garcia als Linksverteidiger?

Normalerweise eine Aufgabe für Lukas Schmitz. Er gilt als Linksverteidiger und ist als Ex-Schalker besonders heiß auf den BVB. Aber der 25-Jährige steht nach seinen neuerlichen „Böcken“ in Augsburg auf dem Abstellgleis. Dutt könnte es – wie im Hinspiel gegen Dortmund – mit Innenverteidiger Luca Caldirola als Aushilfe versuchen. Doch erstens hat das damals nicht geklappt. Und zweitens harmoniert der Italiener mittlerweile recht gut mit Nebenmann Sebastian Prödl. Dutt: „Die beiden gehören zu den Stabilsten.“ Favorit auf die Vertretung des gesperrten und verletzten Argentiniers Garcia ist Allzweckwaffe Aleksandar Ignjovski. Der Serbe spielte bisher fast gar keine Rolle, könnte nun jedoch ins Rampenlicht rücken – und mit seiner Zweikampfstärke geeignet sein, um sich an Dortmunds superschnellem Pierre-Emerick Aubameyang festzubeißen.

Werder-Abschlusstraining vorm Dortmund-Spiel

Wer schießt das 100. Heimtor gegen Dortmund?

99 Mal hat Werder im Weserstadion gegen den BVB getroffen – so oft wie gegen kein anderes Bundesliga-Team. Zweifel sind jedoch erlaubt, ob es heute rappelt. Werder ist 2014 noch ohne eigenen Treffer, das einzige Erfolgserlebenis schenkte Augsburgs Jan-Ingwer Callsen-Bracker den Bremern. Als Kandidaten auf das Jubiläumstor bewerben sich vor allem Neuzugang Ludovic Obraniak („Ich bin geholt worden, um die Bälle zu verteilen und möglichst viele Tore zu machen“) und Nils Petersen. Der Stürmer hat freiwillig Zusatzschichten geschoben und Torabschlüsse geübt. Er sagt: „Es tut gut, sich Selbstvertrauen zu holen.“ · mr

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